2018 M11 9 - 18:56 Uhr

Maßnahmen wie vor einem Terror-Prozess

Für den berüchtigten Berliner Clan-Chef Arafat Abou-Chaker könnte es jetzt eng werden. Der 42-Jährige muss sich wegen Bedrohung und Körperverletzung vor Gericht verantworten. Was ihm jetzt droht, erfahren Sie im Video.

Der arabische Clan-Chef steht wegen Körperverletztung und Bedrohung vor Gericht

Laut Anklage soll der ehemalige beste Freund und Trauzeuge von Rapper Bushido am 7. März 2018 in einer Berliner Physiotherapie-Praxis einem Hausmeister gedroht haben, ihn zu töten. Dann soll er dem Mann mit zwei Fingern in die Augen gestochen haben.

Die Situation eskalierte: Am Lift soll Abou-Chaker dem Hausmeister erst eine Kopfnuss gegeben und dann noch mehrfach auf ihn eingeschlagen haben. Der Mann erlitt einen Nasenbeinbruch, eine Platzwunde am Kopf und Blutergüsse. Die Abteilung für Organisierte Kriminalität hat deshalb Anklage wegen Körperverletzung und Bedrohung erhoben.

Großaufgebot der Polizei soll für Sicherheit sorgen

Weil die Mitglieder der arabischen Großfamilie als hochkriminell gelten, rüstet sich das Amtsgericht Tiergarten offenbar aus Angst mit strengen Sicherheitsmaßnahmen für den Prozess gegen Arafat Abou-Chaker. Wie "Focus online" berichtet, soll vor dem Gerichtssaal ein spezieller Sicherheitsbereich mit Gittern abgesperrt werden. Zuhörer müssten vor dem Betreten des Saals ihre Personalausweise vorlegen, die vom Wachpersonal kopiert werden.

Wer in den Gerichtssaal will, werde vorher auf "gefährliche Werkzeuge und Wurfgegenstände" durchsucht. Selbst Kugelschreiber und Füllfederhalter stünden auf der Verbotsliste.

Mehr zum Prozessauftakt sehen Sie heute Abend bei Explosiv ab 18.00 Uhr.