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Berlin: Übernachtungs-Verbot für Obdachlose in U-Bahnhöfen

Berlin: Übernachtungs-Verbot für Obdachlose in U-Bahnhöfen

Obdachlose in Berlin
Ein Obdachloser auf der U-Bahnstation Hansaplatz. Foto: Paul Zinken/Archiv
deutsche presse agentur

Eisig kalt und kein Dach über dem Kopf

In den kommenden Nächten wird es richtig kalt in Berlin - aber in den U-Bahnhöfen der Hauptstadt dürfen Obdachlose nicht übernachten. Und das obwohl die Verkehrsbetriebe in den vergangenen Jahren bestimmte Bahnhöfe im Winter nachts für Obdachlose geöffnet hatten. Doch damit ist jetzt Schluss!

Obdachlose verlieren Schlafplatz wegen Sicherheitsbedenken

Dieses Jahr soll es dieses Angebot für Obdachlose wegen Sicherheitsbedenken der Feuerwehr nicht mehr geben. Stattdessen werden vom Senat und den Berliner Verkehrsbetrieben BVG nach Ersatzräumen für die bisherigen Kältebahnhöfe gesucht - bislang allerdings ohne Erfolg. "Es ist noch keine Lösung gefunden worden", sagte BVG-Pressesprecherin Petra Reetz am Samstag.

Nach einem Gespräch mit Sozialsenatorin Elke Breitenbach (Linke) sagten die Berliner Verkehrsbetriebe aber zu, bisher ungenutzte Bereiche in mehreren Stationen freizugeben. So sollen die Obdachlosen von den Stromleitungen an den Gleisen ferngehalten werden. Welche Flächen genau in Frage kommen, soll erst noch geprüft werden. Man habe sich gemeinsam Räume angesehen, die Prüfung sei aber noch nicht abgeschlossen, so Reetz.

Obdachlose sollen auf weitere Angebote zurückgreifen

Die BVG will laut Reetz alles tun, um Bedürftige zu vermitteln. Sie hat in den Bahnhöfen Plakate mit Adressen und Telefonnummern von Unterkünften aufgehängt und ihre Mitarbeiter mit Handzetteln ausgestattet. "Einfach in die Nacht geschickt wird niemand", sagte Reetz. Sie gab aber zu bedenken, dass die BVG keine Institution der Kältehilfe sei.