26-jähriger Syrer festgenommen

Terrorverdächtiger arbeitete an Berliner Grundschule

© dpa, Florian Schuh, fs hpl fux

19. November 2019 - 23:24 Uhr

Syrer arbeitete als Reinigungskraft in Schule und Museum

In Berlin hat die Polizei einen Mann wegen Terrorverdachts festgenommen. Konkret handelt es sich bei dem Verdächtigen um einen 26 Jahre alten Syrer mit radikal-islamistischer Gesinnung. Nach neuesten Informationen soll der Terrorverdächtige an einer Berliner Grundschule als Reinigungskraft beschäftigt gewesen sein. Zuvor habe er bis September im Bodemuseum gearbeitet, sagte Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD).

Terrorverdächtiger wollte möglichst viele töten

Der Terrorverdächtige soll sich in Chatgruppen über den Bau von Bomben informiert und ausgetauscht haben. Laut der Berliner Generalstaatsanwaltschaft handelt es sich dabei um eine Messenger-Gruppe, die der Terrororganisation Islamischer Staat nahesteht. Der Mann soll seit Januar damit begonnen haben, Bauteile und Chemikalien für die Herstellung einer Spreng-Vorrichtung zu beschaffen. Diese sollte zu einem nicht bekannten Zeitpunkt an einem unbekannten Ort in Deutschland gezündet werden, um eine möglichst große Zahl Menschen zu töten.

Geisel zufolge hatten die Ermittler den Mann seit Anfang des Jahres im Visier. Seit drei Monaten sei er von Kräften des Landes- und des Bundeskriminalamtes rund um die Uhr observiert worden. Auf seine Spur seien die deutschen Sicherheitsbehörden nach einem Hinweis eines "befreundeten ausländischen Nachrichtendienstes" gekommen. Dieser habe Internet-Chats des Verdächtigen beobachtet. Zur Frage, ob der Verdächtige Komplizen in Deutschland hatte, machte der Senator aus "ermittlungstaktischen Gründen" keine Angaben.

Haus, in dem der Terrorverdächtige wohnte
Die Nachbarn des Terrorverdächtigen, erzählten, dass sie den Mann kaum kannten.
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In dem Mietshaus, in dem der Verdächtige wohnt, kannte niemand den Mann genauer. Ein Nachbar erzählte, dass der Syrer vor rund sechs Monaten eingezogen sei. Laut dem Reporter, der sich für RTL in dem Haus umgehört hat, wirkt das Gebäude heruntergekommen. Die Mietparteien sollen dort häufig wechseln, darum kennt kaum jemand seine Nachbarn.