Opfer mit verbundenen Augen fotografiert

Serientäter zwingt Männer in Kellern auf die Knie

Der Gesuchte wird von Zeugen als zwischen 20 und 40 Jahre alt und 1,80 bis 1,85 Meter groß beschrieben.
© Polizei Berlin

30. Juni 2020 - 12:11 Uhr

Polizei sucht unbekannten Mann

Er zwang seine Opfer auf die Knie, um sie zu demütigen. Mit einer perfiden Taktik soll ein Tatverdächtiger zwei Männer an ihren Haustüren in Berlin überrascht, sie in ihre Keller gedrängt und dort mit verbundenen Augen fotografiert haben, während sie hilflos vor ihm knieten. Jetzt sucht die Polizei mit einem Phantombild nach dem mutmaßlichen Serientäter.

Mann schlägt immer wieder in Berlin-Hellersdorf zu

Wie die Polizei am Montag mitteilte, soll der Verdächtige schon seit 2015 unterwegs sein. Auch 2017 und zuletzt im Februar 2020 soll er jungen Männern im Alter zwischen 22 und 28 Jahren bis zu deren Wohnhäusern im Stadtteil Hellersdorf gefolgt sein. Im jeweiligen Keller habe er sie dann gezwungen, mit verbundenen Augen auf die Knie zu gehen. In dieser Position soll der Unbekannte seine Opfer fotografiert haben.

Behörden ermitteln wegen Körperverletzung, Freiheitsberaubung und Nötigung

Serientäter mit Jacke
© Polizei Berlin

Die Polizei und Staatsanwaltschaft Berlin ermitteln nun unter anderem wegen Körperverletzung, Freiheitsberaubung und Nötigung. Bereits am 09. April 2015 soll der Mann seinem Opfer in der Teupitzer Straße aufgelauert haben. Am 29. Dezember 2017 folgte die nächste Tat in der Nossener Straße. Am 29. Februar 2020 soll der Tatverdächtige erneut zugeschlagen haben: In der Louis-Lewin-Straße hat sich die Handlung demnach wiederholt.

Gesuchter trug auffällige Jacke

Der Gesuchte wird von Zeugen als zwischen 20 und 40 Jahre alt und 1,80 bis 1,85 Meter groß beschrieben. Er soll kräftig sein, hochdeutsch sprechen und europäisch aussehen. 2017 habe er schwarze Handschuhe mit einem Knochenmotiv getragen, 2020 eine auffällige Camouflage-Jacke.

Zeugen können sich unter Telefon 030/ 4664 663701, über die Internetwache der Berline Polizei oder bei jeder Polizeidienststelle melden.