Polizei geht von Fehlalarm aus

Berlin: Großeinsatz an Oberschule in Lichtenberg

28. August 2020 - 16:09 Uhr

Alarm am Max-Taut-Oberstufenzentrum ausgelöst

Die Polizei ist derzeit im Großeinsatz an einer Berliner Schule im Bezirk Lichtenberg. Demnach wurde gegen 10:00 Uhr der technische Notalarm am Max-Taut-Oberstufenzentrum in Rummelsburg ausgelöst. Es soll sich um eine Schule mit mehr als 1.000 Schülern handeln. Knapp fünf Stunden mussten die Schüler in den Klassenräumen bleiben und warten, bis die Polizei das Gebäude durchsucht hat. Im Video spricht eine besorgte Schülerin, dessen Freunde sich die ganze Zeit in den Klassenräumen verbarrikadieren mussten.

Die Klassen werden nun einzeln rausgeführt. Die Jugendlichen werden vom Roten Kreuz mit Wasser versorgt. Auch einige Krankenwagen stehen bereit, um geschockte Schüler zu behandeln.

Polizei geht inzwischen von Fehlalarm aus

Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen. "Bei einem Alarm in einer Schule ist es natürlich üblich, dass man erst einmal aus Sicherheitsgründen dem nachgeht. Wir sind hier mit Kräften vor Ort und sind im Schulgebäude", so Polizeisprecherin Heidi Vogt.

Offenbar gab es einen Alarm, der direkt aus der Schule kam. Der Grund dafür ist noch unklar. Der Schulleiter hat den Alarm laut Polizei nicht ausgelöst. Wer es war, ist noch unklar. Der technische Notalarm befinde sich an mehreren versteckten Stellen in der Schule. Außerdem soll es auch zwei Anrufe bei der Polizei gegeben haben, unter anderem von einem Elternteil einer Schülerin, die sich im Gebäude befindet. Die Polizei geht aber inzwischen von einem Fehlalarm aus.

Feuerwehr betreut die Schüler, die aus der Schule gebracht werden

Die Schule ist weiträumig abgesperrt worden. Auch die Feuerwehr ist mit einem Großaufgebot vor Ort. "Es gibt zu diesem Zeitpunkt keine Verletzten. Wir sind aber darauf vorbereitet, sowohl Verletzte als auch weitere Menschen zu betreuen", sagte Thomas Kirstein von der Berliner Feuerwehr. Notfallseelsorger stehen für die Schülerinnen und Schüler bereit, wenn sie gleich hinausgeführt werden.

Besorgte Eltern und Freunde sammeln sich vor der Schule

Vor dem Gebäude sammeln sich besorgte Eltern, Freunde und einige Schüler, die in die Schule wollten, aber das Gelände nicht mehr betreten dürfen. Eine Mutter zeigt unseren Reportern vor Ort ein Video, das Ihr Sohn aus dem Inneren geschickt hat: Schüler halb liegend in den Klassenräumen. Sie und die Lehrer sollen die Räume nicht verlassen. 

Eine Schülerin erzählt im RTL-Interview, dass sich auch Freunde von ihr in der Schule befinden. "Die mussten alles verbarrikadieren, Fenster zu, Tische vorschieben und die Türen verschließen", erzählt Romy Niebergall, die mit ihren Freunden die ganze Zeit schreibt. Die Stimmung in den Klassenzimmern sei bedrückt, weil die Schüler nicht wüssten, wie lange die Ausnahmesituation noch dauert. Sie würden versuchen, sich untereinander zu beruhigen. Romy mache sich Sorgen um ihre guten Freunde, weil sie – wie alle anderen Angehörigen auch – nicht weiß, was dort genau geschieht.