Berlin: Flüchtlinge sollen besetzte Schule räumen

© dpa, Paul Zinken

4. November 2014 - 12:17 Uhr

45 Flüchtlinge sollen Gebäude in Berlin-Kreuzberg räumen

Zwei Jahre nach der Besetzung einer leerstehenden Schule in Berlin-Kreuzberg durch Flüchtlinge steht die Räumung womöglich unmittelbar bevor. Sollten die etwa 45 Menschen nicht freiwillig ausziehen, werde der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg "zeitnah" handeln, sagte die Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann (Grüne).

Die Flüchtlinge, die zum größten Teil Asylbewerber aus Afrika sind, weigern sich bislang, das Gebäude zu verlassen, wenn sie nicht ein Bleiberecht für Deutschland und Berlin erhalten. Bei 30 der 45 Flüchtlinge laufen die Asylverfahren eigentlich in anderen Bundesländern oder in Italien.

Allein der Unterhalt und die Bewachung des Gebäudes kosteten knapp zwei Millionen Euro. Der Bezirk sieht sich am Ende seiner finanziellen Möglichkeiten und will deshalb mit einem sogenannten Amtshilfeersuchen durch die Polizei räumen lassen.

Nach einer Räumung soll das Schulgebäude in ein Wohnheim mit Appartements und Gemeinschaftsräumen für 150 Flüchtlinge umgebaut werden.