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Berlin: Durch unmenschliche Lebensbedingungen will ein Vermieter seine Mieter aus dem Haus ekeln

Kein Strom, kein Wasser, keine Toilette

Anwohner eines ehemaligen prachtvollen Stuckbaus im Berliner Ortsteil Schöneberg sind empört. Dort, wo sie bis letztes Jahr noch in Ruhe und zufrieden lebten, haben sie nun 200 neue bulgarische Mitbewohner bekommen, die wegen defekter Sanitäranlagen auch schon mal aus den Fenstern pinkeln und eine Menge Müll machen. Strom und fließendes Wasser gibt es in dem Berliner Horrorhaus laut der Berliner Lokalzeitung 'B.Z. Berlin' auch nicht mehr. Schuld an den miserablen Zuständen in dem Wohnhaus ist der neue Eigentümer, der das Haus Ende letzten Jahres übernommen hat. Dieser wolle seine Mieter loswerden und das Haus renovieren und als Luxusimmobilie anbieten oder gar abreißen, vermutet der Berliner Mieterverein. Deshalb lässt er es nun völlig verkommen und nutzt die unparteiischen Roma-Familien als Mittel, um die langjährigen Mieter rauszuekeln.

Ekelhaus
Seit November letzten Jahres verkommt das Haus in Berlin-Schöneberg völlig.

Besonders für die Altmieter, die bereits seit über 30 Jahren in dem Haus wohnen, ist der neue Alltag eine Qual. Die Polizei bestätigte, dass sie seit dem letzten Jahr bereits 200 Einsätze in dem 'Ekelhaus' hatten – unter anderem wegen Einbrüchen, Sachbeschädigung und Körperverletzung. Doch das Geld der Mieter ist zu knapp, um vor der Situation zu fliehen. "Ich kriege eine so kleine Rente, Wohnungen werden zu teuer. Ich habe keine Chance", sagt eine Mieterin. Und auch für einen Anwalt, um juristisch gegen den Eigentümer vorzugehen, reiche das Geld nicht.

Fiese Mietermasche

Dach
Dreck und Müll sammelt sich auf dem Dach des Hauses.

Auf Beschwerdebriefe und Anrufe der Anwohner reagieren Hausverwaltung und Eigentümer nicht. Dabei erhält der Vermieter genug Geld für seine Mieter: Für jeden einzelnen zugezogenen Sinti und Roma kassiert er zum Beispiel zwölf Euro Miete pro Quadratmeter, ohne auch nur einen Cent in die Wohnanlage zurück zu investieren. Und die neuen Anwohner häufen sich immer mehr in der Wohnanlage, da sie woanders keine Wohnung finden.

Laut dem Mieterverein in Berlin sind viele Vermieter inzwischen der Ansicht, man könne mit Wohngebäuden hohe Renditen erzielen, wenn man sie neu renovieren oder gar abreißen lässt. Doch das geht nicht ohne den Auszug der Altmieter.

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