Nach Räumung des Breitscheidplatzes

Verdächtige vom Weihnachtsmarkt aus salafistischem Spektrum

Polizei räumt Weihnachtsmarkt an Berliner Gedächtniskirche
© dpa, Gregor Fischer

22. Dezember 2019 - 16:32 Uhr

Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz geräumt

Die beiden verdächtigen Männer, die am Samstag den Polizeieinsatz auf dem Berliner Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz ausgelöst hatten, gehören laut Polizei der salafistischen Szene an. Das sagte Polizeisprecher Thilo Cablitz am Sonntag. Ob sie damit auch als islamistische "Gefährder" eingestuft werden, sagte der Sprecher nicht.

Keine Festnahmen nach Räumung des Weihnachtsmarktes

Weitere Erkenntnisse dazu gebe es nicht, hieß es. Festgenommen wurde keiner der Männer. Die Polizei stellte aber ihre Identitäten fest. Sie hätten in Berlin gelebt, sagte Cablitz.

Der Salafismus ist eine islamistische Strömung. Als "Gefährder" bezeichnet man im Bereich der politisch motivierten Kriminalität Menschen, denen man schwere Gewalttaten bis hin zu Terroranschlägen zutraut.

Breitscheidplatz: Männer aus Syrien fielen einer Polizeistreife auf

Es handelt sich lauf Cablitz um 21 und 24 Jahre alte syrischstämmige Männer. Sie wurden am Samstag in Gewahrsam genommen, als sie sich auf dem Weihnachtsmarkt verdächtig benommen hatten. Die Männer waren einer Polizeistreife aufgefallen, weil sie sich "schlagartig entfernt" und dabei auch Leute beiseite gedrängt hatten, wie es am Sonntag heiß.

Daraufhin wurde der Weihnachtsmarkt geräumt, weil nicht ausgeschlossen werden konnte, dass dort ein verdächtiger Gegenstand abgelegt wurde.


Quelle: DPA/ RTL.de