Berlin: Auto rast auf Menschenmenge zu - Mietwagenfahrer stellt sich

Ein Polizist sichert in Berlin am Wilhelmsruher Damm Spuren.
Ein Polizist sichert in Berlin am Wilhelmsruher Damm Spuren.
© dpa, Paul Zinken, pdz wie

11. November 2017 - 19:38 Uhr

Passanten retten sich durch Sprünge aus der Gefahrenzone

Ein Mann rast mit einem Auto auf eine Menschengruppe im Berliner Bezirk Reinickendorf zu, nur durch Sprünge auf die Seite verhindern die Passanten, in Mitleidenschaft gezogen zu werden. Der Vorfall löste in Berlin Terrorängste aus. Inzwischen ist sich die Polizei sicher, dass es ein Unfall mit Fahrerflucht war. Es scheint, als ob der zunächst rätselhaft und verstörend anmutende Fall eine ganz simple Erklärung habe. Der Fahrer stellte sich der Polizei.

Polizei geht von Verkehrsunfall mit Fahrerflucht aus

"Wir hatten in der Tat zwischenzeitlich die Befürchtung, dass es sich um einen versuchten Terroranschlag handeln könnte", sagte Berlins Innensenator Andreas Geisel. Aber wenn man sich den Ablauf anschaue, spreche inzwischen nicht viel dafür. Die Polizei gehe von einem Verkehrsunfall mit Fahrerflucht aus. Erkenntnisse zur Motivation des Fahrers lägen noch nicht vor, sagte der SPD-Politiker. Der Staatsschutz ermittelt.der 35-Jährige, der am Steuer des Mietwagens saß, stellte sich in Belin-Moabit der Polizei. Er wird noch befragt.

Bei dem Mietwagen handele es sich um einen hochwertigen Sportwagen mit vielen PS, sagte der Leiter der Pressestelle der Berliner Polizei, Winfrid Wenzel. Der Fahrer habe einem anderen Auto, das gerade wendete, ausweichen müssen, um einen Aufprall zu vermeiden. Der Sportwagen streifte zuerst das Heck eines Busses und stieß dann dann mit einem geparkten Motorroller zusammen, so der Polizeisprecher. 

Der Fahrer fuhr weiter - auf eine Bushaltestelle mit Passanten zu, wie der Polizeisprecher schilderte. Die sieben Menschen konnten sich durch Sprünge zur Seite retten. Anschließend fuhr der Fahrer wieder zurück auf die Straße, wendete an einem Mittelstreifen-Durchlass, fuhr auch dort über den Gehweg und bog dann rechts ab. Zeugen merkten sich das Kennzeichen des Wagens, so kam die Polizei dem 35-jährigen Marokkaner auf die Spur.