Beschmiert mit globalisierungskritischen Botschaften

Auto fährt in Tor des Bundeskanzleramts

26. November 2020 - 9:28 Uhr

Bilder zeigen Kombi, der gegen das Eisengitter vor der Einfahrt geprallt war

In Berlin ist am Mittwoch ein Auto in das Tor des Bundeskanzleramts gefahren. Auf Fotos zu sehen war ein Kombi, der gegen das Eisengitter vor der Einfahrt geprallt war. Er beschädigte dabei mit der Front des Wagens mindestens zwei Metallstreben des Gittertores. Auf den Seiten des Fahrzeugs waren globalisierungskritische Aufschriften mit weißer Farbe zu sehen. Geschrieben stand dort "Stop der Globalisierungs-Politik", auf der anderen Seite "Ihr verdammten Kinder und alte Menschen Mörder". Nach RTL-Informationen steht das Auto mittlerweile nicht mehr vor dem Tor.

Anschlag auf Bundeskanzleramt? Autofahrer in Gewahrsam

Der Fahrer sei in Gewahrsam genommen worden, teilte die Polizei auf Twitter mit. Der Deutschlandfunk berichtete, der Fahrer des Autos sei leicht verletzt worden. Dem Kennzeichen zufolge ist das Auto im Landkreis Lippe in Nordrhein-Westfalen zugelassen. Weitere Hintergründe sind derzeit unklar.

Fahrzeug soll schon mal in Bundeskanzleramt gerast sein

Nach Medienberichten wurde dasselbe Auto bereits im Februar 2014 gegen den Zaun des Kanzleramtes gefahren. Fotos von dem damaligen Vorfall zeigen den Wagen mit einer politischen Beschriftung, die sich gegen den Klimawandel richtete. Auf der anderen Seite des Autos prangte eine Liebeserklärung. Verletzt wurde niemand, das Auto sei sehr langsam unterwegs gewesen, hieß es damals von der Polizei. Der 48 Jahre alte Fahrer des Autos wurde damals festgenommen.

Tor des Bundeskanzleramts ist meist offen

Die Fahrt in den Zufahrtsbereich des Bundeskanzleramtes ist nicht erlaubt. Darauf weist ein Schild hin. Lediglich Fahrradfahrern ist es erlaubt, weiter zu fahren. Allerdings handelt es sich um öffentliches Straßenland. Vor dem Kanzleramt befindet sich ein Tor, das in den Boden versenkt werden kann und meist offen ist.

Im Bundeskanzleramt fand am Mittwoch der Corona-Gipfel statt

Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten haben in einer mehrstündigen Video-Konferenz über die neuen Corona-Regeln für die Adventszeit beraten. Nach dem Lockdown-Advents soll es zur Weihnachtszeit Lockerungen geben.