Berlin: Acht Männer nach antisemitischem Übergriff festgenommen

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8. Juli 2018 - 11:54 Uhr

Angriff wegen jüdischem Schmuck

Weil er einen Davidstern an seiner Halskette trug ist, ist ein jüdischer Syrer in Berlin von acht Landsleuten krankenhausreif geschlagen worden. Die Männer wurden nach dem Angriff in der Nacht auf Samstag festgenommen. Das berichtet die "Welt" in Berufung auf die Hauptstadt-Polizei.

Staatsschutz nimmt Ermittlungen auf

Der Übergriff ereignete sich im James-Simon-Park nahe der S-Bahn-Station Hackescher Markt im Berliner Bezirk Mitte. Wie das Blatt berichtet, bat der Mann die Gruppe syrischstämmiger Männer um Feuer für eine Zigarette. Die mutmaßlichen Täter kamen der Bitte zunächst nach. Als einer von ihnen jedoch ein Schmuckstück in Form eines Davidsterns an der Halskette des Mannes entdeckte, schlugen sie auf das Opfer ein.

Der Mann erlitt Platzwunden und musste ambulant behandelt werden. Nach Festnahme der acht Männer nahm der Staatsschutz Ermittlungen auf.

Es ist nicht der erste antisemitische Angriff in der Hauptstadt in letzter Zeit. An der deutsch-amerikanischen John-F.-Kennedy-Schule soll ein jüdischer Schüler wegen seiner Religionszugehörigkeit drangsaliert und beleidigt worden sein. Für besonderes Aufsehen sorgte zudem die brutale Attacke eines Syrers auf einen Kippa-tragenden Israeli. Der 19-Jährige hatte auf offener Straße auf den 21-jährigen Studenten eingeschlagen. Vom Amtsgericht Tiergarten wurde er dafür zu vier Wochen Arrest verurteilt und ein Jahr unter Erziehungsaufsicht gestellt.