Bericht zu Cyber-Attacke auf Bundestag: Trojaner kam aus Russland

Angriffe auch auf Rüstungsunternehmen

Das wird die deutsch-russischen Beziehungen weiter belasten: Der Hackerangriff auf das Computersystem des Bundestags im vergangenen Jahr geht nach Überzeugung deutscher Sicherheitsbehörden auf einen Auftrag der russischen Regierung zurück. Die Cyberattacke werde "klar einem russischen militärischen Nachrichtendienst" zugeschrieben, sagte ein hochrangiger Sicherheitsbeamter dem 'Spiegel'. Angriffe nach dem gleichen Muster habe es in den vergangenen Jahren auch schon auf deutsche Rüstungsunternehmen und andere Nato-Staaten gegeben.

Hand vor Server
Russland soll hinter den Attacken stecken
dpa, Daniel Reinhardt

Trojaner spionierte Daten aus

Mitte Mai 2015 war bekanntgeworden, dass Hacker einen Trojaner im Computersystem des Bundestags eingeschleust und große Mengen Daten abgezweigt hatten. Das Bundesamt für Verfassungsschutz machte den Bundestag auf die massive Attacke aufmerksam, das Computersystem musste für mehrere Tage abgeschaltet werden. Die Bundesanwaltschaft ermittelt in der Sache gegen unbekannt - nach 'Spiegel'-Angaben wegen des Verdachts der geheimdienstlichen Agententätigkeit.