Bericht: Süd- und Nordkorea erzielen bei Krisengesprächen Einigung

25. August 2015 - 14:08 Uhr

Seit Jahren schwelt der Konflikt

Süd- und Nordkorea haben nach Medienberichten bei ihren Gesprächen über eine Entschärfung der jüngsten Krise auf der koreanischen Halbinsel eine Einigung erzielt. Das Abkommen werde in der Nacht zum Dienstag (Ortszeit) bekanntgegeben, berichtete der südkoreanische Nachrichtenkanal YTN.

Als Vergeltung für die Verletzung eigener Soldaten durch mutmaßlich nordkoreanische Landminen Anfang August hatte Südkoreas Militär vor kurzem seine Beschallungsaktion über die Grenze wieder aufgenommen. Nordkorea bestreitet den Vorwurf, die Minen auf südkoreanischer Seite der entmilitarisierten Zone vergraben zu haben.

Die Spannungen verschärften sich nach einem Schusswechsel zwischen Artillerieeinheiten beider Länder an der Grenze am vergangenen Donnerstag. Auch dafür gibt Seoul dem Nachbarland die Schuld. Nordkorea warf dem Süden seinerseits Provokation vor. Die USA hatten angesichts der jüngsten Krise bekräftigt, ihrem Bündnispartner Südkorea beizustehen.

Südkoreas Streitkräfte berichteten von ungewöhnlichen Bewegungen der nordkoreanischen Streitkräfte. Unter anderem habe Nordkorea seine Artillerieeinheiten an der Grenze verdoppelt und mehr als 50 U-Boote in Bewegung gesetzt. Auch habe Südkorea Hinweise, dass die Volksarmee zahlreiche Luftkissen-Landungsboote in die Nähe der westliche Seegrenze verlegt habe, berichtete Yonhap.

Der Konflikt zwischen beiden Staaten schwelt seit Jahrzehnten. Seit dem Ende des Koreakriegs (1950-53) kam es immer wieder zu militärischen Zwischenfällen an der Landes- und Seegrenze. Zu den Gesprächen schickte Nordkorea den höchsten politischen Offizier der Volksarmee und die inoffizielle Nummer zwei hinter Machthaber Kim Jong Un, Hwang Pyong So, sowie den für Südkorea-Fragen zuständigen Parteisekretär Kim Yang Gon. Auf südkoreanischer Seite nehmen der Nationale Sicherheitsberater Kim Kwan Jin und Vereinigungsminister Hong Yong Pyo am Treffen teil.