Bericht: Proteste in Clausnitz vom Bruder des Heimleiters mitorganisiert

23. Februar 2016 - 14:32 Uhr

Fremdenfeindlicher Mob wollte Flüchtlingsankunft verhindern

Die fremdenfeindlichen Proteste vor einer Flüchtlingsunterkunft im Erzgebirgsdorf Clausnitz sind nach MDR-Recherchen vom Bruder des Einrichtungsleiters mitorganisiert worden.

In einem auszugsweise vorab gezeigten Interview des Fernsehmagazins 'Exakt' drückte der Mann sein Bedauern aus. "Wir wollten nur sehen, wer kommt. Es war eine kurzfristige Aktion", sagte er. "Es wurde hochgeputscht." Er und seine Mitstreiter aus dem Dorf hätten zeigen wollen, dass man nicht mit der Asylpolitik in Deutschland einverstanden sei. Dass die Situation eskaliert sei, habe man nicht gewollt - aber nicht verhindern können.

In dem kleinen Ort hatte sich am Donnerstagabend ein fremdenfeindlicher Mob - zeitweise bis zu 100 Menschen - vor dem Flüchtlingsheim versammelt und versucht, die Ankunft der Asylbewerber mit einer

Blockade zu verhindern.