Bergmann-Klinikum rechnet mit hohen Kosten

Der Eingansbereich des Ernst von Bergmann-Klinikums. Foto: Fabian Sommer/dpa/Archivbild
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07. Mai 2020 - 9:00 Uhr

Das Ernst von Bergmann-Klinikum rechnet nach der Entscheidung zum Eintritt der Klinikgruppe in den kommunalen Arbeitgeberverband nach eigenen Angaben mit einer Mehrbelastung von bis zu 14,5 Millionen Euro. Diese Summe müsse schon im ersten Jahr kompensiert werden, um die Leistungsfähigkeit der Klinik-Gruppe zu erhalten, erklärte eine Sprecherin des Klinikums. Sie zeigte gleichzeitig Verständnis für die Mitarbeiter. Eine faire und attraktive Bezahlung sei auch aus Sicht des Klinikums nötig. "Wir sind überzeugt, dass die Stadtverordnetenversammlung sich ihrer Verantwortung bewusst ist", ergänzte sie.

Die Stadtverordnetenversammlung Potsdam hatte am späten Mittwochabend entschieden, dass die Mitarbeiter der Klinikgruppe künftig nach den Tarifen des öffentlichen Dienstes entlohnt werden. "Potsdam nimmt mit dieser Entscheidung seine Verantwortung wahr. Nötig wäre sie auch ohne Corona-Krise gewesen", sagte Linken-Fraktionschef Stefan Wollenberg der Deutschen Presse-Agentur nach der Abstimmung. Nun müsse es darum gehen, dass die Gesundheit der Patienten und nicht die Wirtschaftlichkeit im Vordergrund stehe.

Derzeit bestehen nach Angaben der Gewerkschaft Verdi in der Bergmann-Klinikgruppe Haustarifverträge mit unterschiedlicher Qualität. Die Entscheidung für die Tarifanbindung geht auf einen Vorstoß der drei Potsdamer Stadtverordnetenfraktionen SPD, Linke und Grüne zurück. Sie haben in der Stadtverordnetenversammlung eine Mehrheit.

Quelle: DPA