BER-Desaster bringt Betreibergesellschaft in Nöte

12. Februar 2016 - 9:02 Uhr

Die geplatzte Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens hat die staatliche Betreibergesellschaft 2012 tiefer in die roten Zahlen gedrückt. Unterm Strich stand ein Fehlbetrag von 185 Millionen Euro, wie die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH in Berlin mitteilte. Im Vorjahr hatte am drittgrößten deutschen Luftverkehrsstandort nach Frankfurt und München das Minus bei 75 Millionen Euro gelegen.

Flughafenchef Hartmut Mehdorn sagte, der ungenutzte Neubau in Schönefeld belaste die Bilanz derzeit monatlich mit 34 Millionen Euro - 20 Millionen durch Betriebskosten für das Gebäude, 14 Millionen durch entgangene Einnahmen. Bislang hatte der Flughafen nur die zweite Zahl bestätigt. Mehdorn warnte zudem vor einer weiteren Kostenfalle beim Schallschutz.