RTL/ntv "Frühstart"

Ministerpräsident fordert Belüftungsgeräte gegen Corona

24. September 2020 - 9:58 Uhr

Daniel Günther fordert bundesweite Anschaffung

Herbst und Winter kommen und damit die Sorge, dass wir uns in Innenräumen häufiger mit Corona anstecken, zum Beispiel in der Schule, am Arbeitsplatz, im Restaurant. Denn: Wenn es draußen kalt ist, kann man drinnen nicht mehr einfach so lüften – dabei ist das wichtig, um das Virus zu bekämpfen. Die Lösung könnten mobile Belüftungssysteme sein. Ein Bundesland fordert jetzt, sie anzuschaffen.

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Thema für die kommende Bund-Länder-Runde

Der Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, Daniel Günther (CDU), hat sich dafür ausgesprochen, bei der Ministerpräsidentenkonferenz mit der Bundeskanzlerin nächste Woche die gemeinsame Anschaffung solcher mobilen Belüftungsgeräte zu beschließen. "Ich würde mir ausdrücklich wünschen, dass wir am nächsten Dienstag auch darüber sprechen und uns möglichst auch bundesweit auf ein gemeinsames Vorgehen verständigen. Vielleicht auch, dass der Bund das ein bisschen mit unterstützt", so Günther im RTL/ntv "Frühstart". Mit Blick auf die kalte Jahreszeit seien solche Geräte etwas, worauf man sich jetzt gut vorbereiten müsse. Schleswig-Holstein sei im Haushalt mit 15 Millionen Euro für Belüftungssysteme und Hygienemaßnahmen schon "in Vorleistung gegangen."

Günther gegen weitere Corona-Maßnahmen

Darüber hinaus betonte Günther, er sehe vor dem Treffen am Dienstag "keinen hohen Änderungsbedarf" bei den Coronaregeln in Deutschland, obwohl Herbst und Winter vor der Tür stehen. Für Innenräume gälten bereits andere Regeln als draußen, zum Beispiel teilweise Maskenpflicht. "Deshalb sind wir auch darauf vorbereitet. Wenn jetzt mehr Menschen nach innen wieder gehen, haben wir ein Regelwerk und das müssen wir einfach nur umsetzen."

Der CDU-Politiker wies die Forderung der Wissenschaftsakademie Leopoldina nach bundeseinheitlichen Regeln zurück. "Wir haben ja die Forderung schon umgesetzt. Wir haben ja ein bundesweites Regelwerk, was einheitlich ist." Es sei etwa in allen Bundesländern gleich, dass man Maßnahmen treffe, wenn bestimmte Kennzahlen beim Virus überschritten würden.

"Urlaub ja, Reisen bitte nicht"

Am Mittwoch hatte Günther die Bürger seines Bundeslandes aufgefordert, in den Herbstferien möglichst auf Urlaub zu verzichten. Im "Frühstart" präzisierte er seine Forderung: "Ich habe ausdrücklich nicht daran appelliert, dass man jetzt keinen Urlaub machen darf. Wenn der Urlaub genommen ist, soll er natürlich auch genommen werden. Aber mein Appell ist schon, im Moment auf Reisen zu verzichten, auch ins Ausland." Er habe deutlich gesagt, dass man in Schleswig-Holstein im Moment sicher sein könne. Es gebe kaum einen Fleck auf der Welt, wo man besser gegen Corona geschützt sei.

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