Model spricht offen über mentale Probleme

Bella Hadids Kampf gegen die Depressionen: „3 Jahre lang wachte ich hysterisch und weinend auf“

Bella Hadid zeigte sich im Januar weinend bei Instagram.
Bella Hadid zeigte sich im Januar weinend bei Instagram.
Instagram/bellahadid

Im Januar schockte Model Bella Hadid ihre Follower mit einer Reihe von Fotos, auf denen die 25-Jährige verweint und völlig fertig aussah. Sie habe die Bilder öffentlich gezeigt, um auf ihren jahrelangen Kampf gegen Depressionen aufmerksam zu machen, erklärte Bella damals. Im Interview mit der US-“Vogue“ spricht das Model nun ganz offen über seine mentalen Probleme und gesteht: „Drei Jahre lang wachte ich während meiner Arbeit jeden Morgen hysterisch und weinend auf.“

Bella Hadid weinte jeden Tag, sagte es aber niemandem

Sie ist schön, sie ist sexy und es gibt kaum einen Laufsteg oder eine Fashion-Kampagne, für die Model Bella Hadid nicht gebucht wird. Doch hinter der perfekten Fassade, die sie öffentlich zeigt, hat die 25-Jährige lange ein dunkles Geheimnis versteckt. Jahrelang traute sich Bella nicht, über ihre Depressionen, Angstzustände und die zahlreichen körperlichen und kognitiven Symptome ihrer Borreliose-Erkrankung zu sprechen, unter denen sie seit ihrer frühen Jugend leidet.

Vor allem in den letzten Jahren ging es Bella immer schlechter, wie sie im Interview in der April-Ausgabe der amerikanischen „Vogue“ verrät. Dass sie jeden Tag weinte und psychisch völlig am Ende war, behielt sie für sich: „Das habe ich niemandem gezeigt. Ich ging zur Arbeit, weinte beim Mittagessen in meinem kleinen Zimmer, beendete meinen Tag, ging in ein beliebiges kleines Hotel, in dem ich übernachtete, weinte wieder, wachte am Morgen auf und tat dasselbe.“

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Im Video: Bella Hadid zeigt offen, wie schlecht es ihr geht

Bella Hadid zeigt sich tränenüberströmt Seelenstriptease auf Instagram
00:36 min
Seelenstriptease auf Instagram
Bella Hadid zeigt sich tränenüberströmt

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Medikament trieb Bella Hadid in die Magersucht

In der achten Klasse bekam Bella eine Mischung aus körperlichen und psychiatrischen Symptomen, darunter Brain Fog, Angstzustände, Erschöpfung, Konzentrationsschwäche, Kopfschmerzen, Knochenschmerzen und Weinkrämpfe - einige davon könnten von der Borreliose herrühren, an der auch ihre Mutter Yolanda und ihr Bruder Anwar Hadid leiden.

Als Bella in der High School war, verschrieb ihr ein Psychiater ein Präparat gegen ihre Unaufmerksamkeit, weil er dachte, es könnte sich bei ihren Symptomen einfach um ADHS handeln. Sie sagt, dass die appetitzügelnde Wirkung dieses Medikaments sie in die Magersucht trieb. "Ich benutzte diese Kalorienzähl-App, die für mich wie der Teufel war", erinnert sie sich. "Ich packte mein kleines Mittagessen mit meinen drei Himbeeren und meiner Selleriestange ein. Wie ich jetzt weiß, habe ich versucht, mich selbst zu kontrollieren, weil alles andere so unkontrollierbar schien." Heute hat Bella ein sehr gesundes Verhältnis zum Essen, aber sie sagt, dass die dysmorphen Gefühle weiter bestehen. "Wegen dieser Zeit kann ich bis heute kaum in den Spiegel schauen."

2021 erlitt Bella einen Burnout: „Ich wurde manisch"

Bella enthüllt in dem Interview, dass sie im Januar 2021 unter einem Burnout litt, nachdem sie 15 Tage hintereinander gearbeitet hatte. „Ich wurde manisch. Ich habe mir die Haare gebleicht. Ich sah aus wie eine Trollpuppe. Dann habe ich sie wieder gefärbt - es sah aus wie ein Sonnenaufgang. Das hätte das erste Anzeichen sein müssen.“ Zum ersten Mal in ihrer Karriere sagte sie ihre beruflichen Verpflichtungen ab, um sich auf sich selbst zu konzentrieren und Hilfe in einer Therapie-Einrichtung zu suchen.

Mit ihren Tränen-Bildern, die sie im Januar bei Instagram hochgeladen hat, wollte sie deutlich machen, dass die sozialen Medien „nicht real sind“: „Wenn man gezwungen ist, jeden Tag und in jedem Bild perfekt zu sein, fängt man an, sich selbst zu betrachten und muss immer Perfektion sehen, und das ist einfach nicht möglich.“ Bella konzentriert sich jetzt darauf, dass ihr „mentaler Zustand über Wasser bleibt“. (csp)

Sie leiden auch an Depressionen? Hier bekommen Sie Hilfe

Die Telefonseelsorge ist jederzeit, auch an Sonn- und Feiertagen, kostenlos unter den Rufnummern 0800-1110111 und 0800-1110222 erreichbar.