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Beliebteste Vornamen 2017 waren Marie und Maximilian

Das waren die beliebtesten Kindernamen 2018
Das waren die beliebtesten Kindernamen 2018 Marie und Maximilian liegen vorn 01:31

Diese Babynamen lagen 2017 ganz vorn

Sie wollen, dass Ihr Baby einen seltenen Namen trägt? Dann nennen Sie Ihren Sohn nicht Maximilian und Ihre Tochter nicht Marie. Diese Vornamen haben Eltern ihren Kindern im vergangenen Jahr am häufigsten gegeben. Alles in allem sind weich klingende Vornamen beliebt - bei Jungen und Mädchen. 

Eltern haben ihre Babys 2017 am häufigsten Marie und Maximilian genannt

Bei den Top Ten der beliebtesten Vornamen und Zweitnamen gab es im Vergleich zum Vorjahr insgesamt wenig Bewegung, wie eine Auswertung der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) in Wiesbaden ergab. Auf den zweiten Plätzen landeten - wie schon 2016 - Sophie und Alexander. Neu in die Spitzengruppe rückten Luisa und Felix auf, sie verdrängten Johanna und Luca auf Platz 10.

Brigitte und Gerhard sind seltene Vornamen

Wird lediglich auf den Erstnamen geschaut, dann landen Emma und Sophia sowie Ben und Paul vorne. "Nach unseren Beobachtungen sind kurze, männliche Vornamen mit einem weichen Klang weiter sehr beliebt", sagt Annika Hauzel, wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der GfdS. Beispiele seien Leon, Elias oder Noah, bei denen die Vokale ebenso dicht beieinander stehen wie bei Mia oder Luisa. Namen mit vielen Konsonanten wie Brigitte oder Gerhard sind nur noch selten neu auf den Spielplätzen vertreten.

Die Eltern im Osten und im Norden von Deutschland sind experimentierfreudiger als der Rest der Nation. "Und dabei handelt es sich nicht etwa um Mandy oder Kevin, sondern um ganz traditionelle Namen aus Großmutters Zeiten wie Carl, Charlotte oder Emil", erklärt GfdS-Geschäftsführerin Andrea-Eva Ewels. In Norddeutschland finden sich typischerweise häufig Fin, Henri oder Ida.

Die skurrilsten Vornamen 2017
Die skurrilsten Vornamen 2017 Ganz schön ausgefallen! 01:10

Diese Vornamen wurden nicht zugelassen

Ein Elternpaar aus Kassel scheiterte 2017 am Amtsgericht mit dem Wunsch, sein Kind Lucifer zu nennen, weil eine beliebte Serienfigur so heißt. Lucifer bedeutet zwar 'Lichtträger', steht jedoch vielmehr als Synonym für den Teufel. Die Kasseler Eltern ließen sich nach den Worten eines Gerichtssprechers umstimmen und nannten den Sohn Lucian.

Auch für die Vornamen Batman, vom Meer und Pinocchio konnten sich die Namensexperten 2017 nicht erwärmen. Durchgewunken wurden dagegen Cartier, Pacino und Chaplin. Dabei entscheidet nicht der Geschmack der GfdS-Mitarbeiter, sondern vielmehr, ob sich für die Wunschnamen beispielsweise historische Belege finden.

Die GfdS veröffentlicht seit 1977 jährlich eine Liste der beliebtesten Vornamen. Die Gesellschaft wird von der Bundesregierung und der Kultusministerkonferenz der Länder gefördert. Auch der Hobby-Namensforscher Knud Bielefeld aus Schleswig-Holstein gibt regelmäßig Namenslisten heraus. Nach seinen Angaben erfasst er dazu die Namen von rund einem Viertel der Babys.


Quelle: DPA, RTL.de

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