Belästigung an der Uni Würzburg

Junger Mann bittet Frauen um Massagen

Ein unbekannter Mann sorgt an der Universität in Würzburg für Unruhe.
Ein unbekannter Mann sorgt an der Universität in Würzburg für Unruhe.
© deutsche presse agentur

30. Oktober 2019 - 11:31 Uhr

Mann schlendert durch Hörsäle

Fragen kann man ja mal. An der Uni Würzburg sorgt derzeit ein Unbekannter für Aufregung. Ein Mann soll durch die Hörsäle gehen und Studentinnen darum bitten, ihm den Rücken zu massieren. Jetzt hat sich die Uni mit einem Schreiben an ihre Schüler gewandt und bittet um Hinweise.

"Auf den Rücken setzen oder stellen"

Vor allem auf dem Campus am Hubland soll er unterwegs sein. Dort soll er bevorzugt Frauen ansprechen, "mit der Bitte, dass sie seinen Rücken massieren bzw. sich auf seinen Rücken setzen oder stellen", so heißt es in einem Schreiben der Universität.

Eine 20-jährige Studentin, die schon zweimal von dem Massage-Fetischisten angesprochen worden sein soll, sagte der "Mainpost": "Ich habe ihn nicht als Bedrohung wahrgenommen, aber man weiß ja nie. Komisch war es schon." Der "unscheinbare" und "schmächtige" Mann habe hartnäckig versucht, sie und eine Freundin "zu überreden, ihn zu massieren".

An der Uni in Würzburg macht dieser Aushang auf den fremden Massage-Fan aufmerksam.
An der Uni in Würzburg macht dieser Aushang auf den fremden Massage-Fan aufmerksam.
© privat

Dann winkte er mit einem Schein

Das zweite Mal sei die Studentin dann im Hörsaal von dem jungen Mann belästigt worden. "Ich habe ihn gleich wieder erkannt", sagte sie der "Mainpost". Sie hätte ihn dann aufgefordert, zu gehen. Zuerst sei der Unbekannte dieser Bitte auch nachgekommen. Wenig später habe er dann aber wieder in der Tür gestanden - mit einem Geldschein in der Hand. "Es hat uns Geld angeboten, wenn wir ihn massieren."

RTL NEWS empfiehlt

Anzeigen:

Polizei ist alarmiert

Die Polizeiinspektion Würzburg sei bereits über den Fall informiert, berichtete die Zeitung. Am Montag habe sich eine Frau gemeldet, die von Vorfällen "seit Mitte Juli" berichtet habe. Sobald man den Mann identifiziert habe, würde man versuchen, seine Intention herauszufinden und eine "Gefährderansprache" bei ihm zu halten. Betroffene sollten die 110 wählen.