Beklemmendes Video verbreitet sich im Netz

Schwarze Eltern erklären ihren Kindern, wie sie sich bei einer Polizeikontrolle verhalten sollen

04. Juni 2020 - 9:19 Uhr

Nach George Floyds Tod ist das Video aktueller denn je

"Ich bin Ariel Sky Williams. Ich bin acht Jahre alt. Ich bin unbewaffnet und ich habe nichts, was Sie verletzten kann" – mit diesen Worten beginnt ein Video, das US-Schauspieler Jamie Foxx kürzlich geteilt hat – in unserem Video zeigen wir die bedrückendsten Ausschnitte daraus. Darin sprechen US-amerikanische Eltern mit ihren Kindern darüber, wie sie sich bei einer Polizeikontrolle verhalten sollen. Warum eine Begegnung mit der Polizei für ein kleines Mädchen gefährlich werden könnte? Aufgrund von strukturellem Rassismus. Alle Familien, die in dem Video gezeigt werden, sind schwarz und sie haben Angst vor Willkür und Polizeigewalt.

Achtjährige hebt beide Arme und sagt, sie sei unbewaffnet

Das Video ist schon von 2017, doch nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einer Polizeikontrolle ist es aktueller denn je. Der Mann starb, nachdem ein Polizist minutenlang auf seinem Hals gekniet hatte. Weltweit gehen die Menschen auf die Straße und demonstrieren gegen Rassismus und Polizeigewalt. 

Die kleine Ariel übt zuhause regelmäßig mit ihrem Vater, wie sie sich verhalten soll, wenn sie plötzlich Polizisten gegenüberstehen sollte. Das kleine Mädchen hebt beide Arme und sagt seinen eingeübten Text auf. Als Ariels Vater dann erzählt, was er schon mit Polizisten erlebt hat, bricht die Achtjährige vor Angst in Tränen aus.

„Tu alles, was du kannst, um wieder zu mir zurückzukommen“

"Du musst vorsichtig sein, wenn du da draußen bist, denn diese Welt wird nicht immer ehrlich und fair mit dir sein", sagt eine andere Mutter zu ihren Söhnen. Wenn sie von einem Polizisten angehalten würden und er sie etwas fragen würde, was sie nicht wüssten, sollten sie niemals antworten: "Ich weiß nicht, warum sagen sie es mir nicht?", erklärt die Mutter. "Du bist schwarz", so die Mutter. "Das gibt ihnen die Entschuldigung, dich aus dem Auto zu zerren und dich körperlich zu verletzten."

Es ist deutlich zu sehen, dass die Kinder sich unwohl fühlen bei dem Gedanken, dass sie wie Menschen zweiter Klasse behandelt werden könnten, dass sie bei einer alltäglichen Begegnung mit der Polizei verletzt werden oder sterben könnten. "Folge einfach den Anweisungen und bleib ruhig", sagt eine andere Mutter ihrer Tochter. "Tu alles, was du kannst, um wieder zu mir zurückzukommen."