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Beispiellose Tornado-Serie in den USA: Spekulation um F5-Tornado und Rekorde

Experten diskutieren über Rekord-Stärke

Mehr als 30 Tornados verwüsten Orte über 300 Kilometer hinweg - Hunderte von Toten befürchtet

USA: Über 30 Tornados bringen Tod, Verwüstung, Chaos

Die Zerstörungen sind gigantisch. Eine beispiellose Tornado-Serie – der Sender CNN spricht von über 30 Tornados – hat eine Schneise der Verwüstung von mehr als 300 Kilometern Länge in vier US-Bundesstaaten geschlagen. Hunderte Todesopfer werden befürchtet. Bislang sind mindestens 70 Tote bestätigt. Besonders schwer betroffen ist der Bundesstaat Kentucky. Gouverneur Andy Beshear sagte angesichts der Trümmerfelder: „Wir sind Ground Zero.“

Der tödliche Tornado schleuderte Schutt rund 9 Kilometer hoch

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Tornados hatten mindestens Stärke F4

Mehrere Indikatoren deuten auf eine Stärke der Tornados von mindestens F4 hin. Unter anderem zeigten Radarmessungen, dass der Tornado Trümmer über 30.000 Fuß in die Luft schleuderte. Das ist die Höhe, in der sich Verkehrsflugzeuge bewegen.

Die Stärke der Tornados wird anhand der Fujita-Skala (F-Scale) festgelegt. Die stärkste bisher beobachtete Tornadoklasse F5 mit Windgeschwindigkeiten von etwas über 500 km/h trat bisher recht selten auf (nur 1% aller Fälle).

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Mehr als 30 Tornados in sechs Bundesstaaten

Betroffen waren neben Kentucky fünf weitere Bundesstaaten im Südosten und in der Mitte der USA. In Arkansas, Illinois, Tennessee und Missouri starben ebenfalls Menschen in den Wirbelstürmen. CNN berichtete von mehr als 30 Tornados.

In Illinois stürzte das Dach eines Verteilzentrums des Online-Händlers Amazon teilweise ein. Dort starben sechs Menschen, 45 Personen wurden nach Angaben der Feuerwehr aus den Trümmern gerettet.

In Kentucky war vor allem der Ort Mayfield betroffen. Besonders schlimm: Dort wurde eine Kerzenfabrik, in der sich etwa 110 Menschen befunden, vom Tornado getroffen. Nur 40 seien gerettet worden, sagte der Gouverneur. Wo die Fabrik gestanden habe, liege jetzt ein mehr als vier Meter hohes Trümmerfeld mit Metallschrott und Autowracks.

Mayfield in Kentucky, USA: Die Stadt ist dem Erdboden gleich gemacht

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Massive Häuser und Zugwaggons wurden fortgerissen

Der Tornado legte nach der Zerstörung von Mayfield möglicherweise nochmals an Stärke zu und verwüstete wenig später den Ort Bremen. Dort wurden mindestens 11 Tote gefunden. Viele teils massive Wohnhäuser wurden komplett abgetragen. Sogar Teile von Betonfundaments verschwanden. Bäume wurden entrindet und selbst Zugwaggons verfrachtet. Im Ort Earlington war ein Zug entgleist und in mehrere Häuser gerast.

Experten diskutieren: Rekord-Tornado oder nicht?

Der National Weather Service wird demnächst die Daten zu den verheerenden Tornados publizieren. Wenn sich bestätigt, dass ein einziger Tornado die über 300 Kilometer lange Schneise von Arkansas nach Kentucky schlug, wäre das ein Rekord. Außerdem diskutieren Experten über ein F5-Rating der Tornados.

Die Tornados entwickelten sich an einer breiten Kaltfront. Frostluft aus dem Norden war weit in den Süden der USA vorgedrungen, wo sie auf die von der Karibik beeinflussten Warmluft stieß. Eine explosive Mischung mit großem Zerstörungspotential.

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(ctr)