Jess Laughton (24) sammelte Geld für eine Beinamputation - mit Erfolg!

14. April 2018 - 17:16 Uhr

Ehemalige Leistungssportlerin Jess Laughton hat nur einen Wunsch

"Ich habe es getan!", verkündet die 24-jährige Engländerin Jess Laughton stolz. Die junge Frau und einstige Leistungssportlerin sammelte über 11.000 Euro durch Crowdfunding und erfüllte sich ihren Wunsch von einer Beinamputation.

Die Leidensgeschichte von Jess Laughton

Im Alter von zwölf Jahren muss Jess am Knöchel operiert werden. Das Kind ist zu diesem Zeitpunkt Leistungssportlerin. Nach der Operation leidet Jess unter CRPS-Syndrom, einem komplexen, chronischen Schmerz im Bein. Sie kann das Krankenhaus nicht mehr verlassen, ist ans Bett gefesselt. Zu dieser Zeit nimmt Jess bis zu achtmal am Tag Morphium ein, um die qualvollen Schmerzen aushalten zu können.

Beinamputation: Eine folgenschwere Entscheidung

Die junge Frau stellt ein Schild neben ihr Krankenhaus-Bett auf: "Beine bitte nicht berühren!" – denn jede Berührung der Ärzte und des Pflegepersonals fügt ihr Schmerzen zu. Jess entscheidet, dass sie lieber ein Bein verlieren würde, als den Rest ihres Lebens unter den qualvollen Schmerzen zu leiden. In ihrer damaligen Verfassung kann die junge Frau weder alleine das Badezimmer aufsuchen, noch andere Alltagssituationen bewältigen.

Die Ärzte können die Entscheidung nachvollziehen, müssen Jess aber erklären, dass für die Kosten der Operation nicht das nationale Gesundheitswesen aufkommen würde, da der Eingriff nicht lebensnotwendig sei.

Ungewöhnliche Mittel und Wege

Der Eingriff soll über 11.000 Euro kosten. Für Jess eine zu hohe Summe, um die Operation privat zu finanzieren. Der einzige Weg für sie: eine Internetseite mit einem Spendenaufruf zu erstellen. Doch es gibt noch mehr Hürden: Es kostete sie mehr als 1.000 Euro, um Briefe an alle Chirurgen in Großbritannien zu versenden. Jess hat Erfolg und findet einen Arzt, der sie operiert. Vor einer Woche wurde das Bein amputiert. Alles ist gut verlaufen.

Ein Happy End

Nach der Operation stellt sich heraus, dass das nationale Gesundheitswesen doch für die Kosten der Operation aufkommt. Jess hat entschieden, dass sie die Spenden nutzen wird, um ihren Rollstuhl und Umbauarbeiten in ihrem Zuhause zu finanzieren. Ein echtes Happy End: Jess teilt ihr erstes Bild ohne Schmerzen auf Facebook. Ihre Mutter berichtet, die ersten Worte ihrer Tochter nach der Operation waren: "Ich habe es getan! Ich habe es getan!"

Für Jess beginnt nun ein neues Leben – ohne Schmerzen.