„Welcome Dinner“

Geflüchtete Familien laden Einheimische zum Abendessen im Ramadan ein

31. Mai 2019 - 16:51 Uhr

Aus Fremden sollen Freunde werden

Es ist Ramadan, die Fastenzeit der Muslime. Doch was steckt eigentlich dahinter und wie läuft das Fasten ab? Davon kriegen Nicht-Muslime in Deutschland häufig wenig mit. Deshalb laden geflüchtete muslimische Familien beim "Welcome Dinner" in Hamburg Einheimische zum Essen zu sich nach Hause ein. Wie so ein Dinner abläuft und was eine geflüchtete Familie in ihrer neuen Heimat besonders vermisst, sehen Sie im Video.

Ramadan – was ist das eigentlich?

Im Ramadan verzichten viele Muslime zwischen Morgendämmerung und Sonnenuntergang auf Essen und Trinken. Gegessen wird einen Monat lang erst bei Einbruch der Dunkelheit. Die Fastenzeit dauert in diesem Jahr vom 4. Mai bis zum 5. Juni. Für viele Muslime gehört der Ramadan neben dem täglichen Gebet, dem Glaubensbekenntnis, der Almosengabe und der Pilgerfahrt nach Mekka zu den fünf Säulen des Islams.

Die Idee zum „Welcome Dinner“ kommt aus Schweden

Eine junge Frau aus Stockholm hatte 2014 die Idee, Neuankömmlinge in ihrer Stadt mit einem Abendessen zu begrüßen. Mittlerweile engagieren sich Freiwillige in mehreren Ländern Europas für die ganz besonderen Abendessen. Auch in vielen deutschen Städten gibt es das "Welcome Dinner" – zum Beispiel in Köln, Frankfurt, Berlin und Braunschweig. In Hamburg wurden seit Anfang 2015 schon 1.200 Abendessen vermittelt.