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Beim Einkaufen sparen: Individualisierte Preise sollen Geldbeutel der Kunden schonen

Individuell Einkaufen: So locken Hersteller Kunden
Individuell Einkaufen: So locken Hersteller Kunden Individuelle Sparscheine, individuelle Preise 01:42

So soll der Supermarktbesuch individualisiert werden

Stellen Sie sich einmal vor, Sie kaufen ein Kilo Bananen. Der Kunde vor Ihnen an der Supermarktkasse auch - zahlt dafür aber weniger als Sie. Finden Sie das unfair? Ja?

Durchaus verständlich, aber bald könnte das normal sein. Denn immer mehr Unternehmen setzen auf sogenannte personalisierte Preise, die speziell auf das Kaufverhalten der Kunden abgestimmt sind. Wir zeigen Ihnen, wer wie beim Einkauf sparen kann. 

Ungerechtigkeit im Supermarkt?

Beim Schinken fängt die Ungerechtigkeit an. Der kostet jetzt 1,79 Euro anstatt 1,99 Euro. Da würde wohl jeder zugreifen. Aber ätsch - der Rabatt gilt nur für unseren Reporter, als Besitzer einer Kundenkarte. Denn darauf sind seine Konsumvorlieben gespeichert und das System spuckt daraufhin die passenden Rabatt-Coupons aus. Er bekommt neun, individuell abgestimmte Artikel billiger - der andere Kunde zahlt den regulären Preis. Doch ist das nicht unfair?

Raimund Bau ist Geschäftsführer der 'So1 GmbH', er meint, unfair sei das nicht. "Dafür hat ein anderer Kunde Rabatte, die Sie wiederum nicht haben. Konsumenten empfinden das nicht als Ungerechtigkeit, eher als interessant. Sie vergelichen sogar ihre Sparscheine, die sie ziehen können und schauen, was hast du drauf, was hab ich drauf!" Die Firma hat eine Technologie entwickelt, die es Herstellern ermöglicht, einzelne Konsumenten mit individuellen Preispromotions anzusprechen. "Dank künstlicher Intelligenz sind 'So1'-Promotions bis zu 10-fach effizienter als klassische Promotions", so das Unternehmen.

So locken Hersteller die Kunden - die Zukunftsmelodie des modernen Einkaufs

Individuelle Rabatte über Apps sind bei Discountern und Einzelhändlern bereits gang und gäbe. Wer sie nicht hat - Pech gehabt. Und wer sie hat, liefert dem Handel meist wichtige Daten. Doch in Zukunft muss es dafür nicht einmal mehr Kundenkarten oder Apps geben: Forscher haben ein Kamerasystem entwickelt, das schon an der Supermarkt-Tür da Alter, Geschlecht und sogar die Laune der Kunden erfassen und entsprechende Angebote im Markt schalten kann.

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