Bei Rot die Scheiben gereinigt: Das steckt hinter den dreisten Scheibenputzern aus Osteuropa

Miese Abzocke

Fast jeder Autofahrer hat es schon erlebt: Man steht an der roten Ampel, plötzlich kriegt man ohne Aufforderung die Windschutzscheibe nass gespritzt und gereinigt. Ehe man überhaupt wieder klar durch die Scheibe schauen kann, klopft es am Fenster und der Putzmann fragt nach Geld - Wiederrede zwecklos!

Das Ordnungsamt hat keine Chance

Wir machen mit versteckter Kamera den Test: Ohne vorher gefragt zu werden, wird auch unsere Scheibe gereinigt. Als der Scheibenputzer allerdings die Kamera entdeckt, geht er schnell weiter zu einem anderen Auto. Was viele Autofahrer nicht wissen: Was die Menschen dort auf offener Straße tun, ist verboten. Das Scheibenputzen gilt als Ordnungswidrigkeit. Wer erwischt wird, muss zwischen fünf und 25 Euro zahlen. Doch dazu kommt es meist gar nicht: "Wenn unsere Ordnungskräfte da auftauchen, dann lassen die alles fallen und rennen in alle Richtungen auseinander. Das ist grade hier in der Großstadt ja ohne Probleme möglich", so Jörg Bannach, Leiter des Ordnungsamtes in Frankfurt.

Die Scheibenputzer kommen meist aus Osteuropa und arbeiten immer im Team: Die einen putzen, die anderen beobachten die Umgebung. Bei unserem Test werden wir auch noch Zeuge von einer ganz besonderen Dreistigkeit: Als wir das Fenster runterlassen und einen Euro raushalten, wird so getan, als wäre das Geld hingefallen, damit wir noch mehr Geld bezahlen.

So sollten Sie laut Polizei handeln

Die Polizei rät: Geben Sie den Putzmännern kein Geld. Lassen Sie die Fenster stattdessen geschlossen und vermeiden Sie Augenkontakt. In der Regel ziehen die Scheibenreiniger dann weiter.