Bei Rettung misshandelter Kinder: Menschenmenge greift Polizisten an

ARCHIV - ILLUSTRATION - Ein Blaulicht leuchtet am 27.07.2015 in Osnabrück (Niedersachsen) auf dem Dach eines Polizeiwagens. Bundesinnenminister de Maiziere stellt am 24.04.2017 in Berlin die Polizeiliche Kriminalstatistik (PkS) 2016 vor. Foto: Friso
Symbolfoto - In Nohfelden eskalierte ein Polizeieinsatz
tba mg cul kde, dpa, Friso Gentsch

Ins Gesicht getreten

Als zwei Mädchen im saarländischen Nohfelden ans Jugendamt übergeben werden sollen, eskaliert die Situation: Ein wütender Mob geht auf die anwesenden Polizisten los und verletzt zwei Beamte. Eine Polizistin muss ins Krankenhaus gebracht werden, weil sie mehrmals ins Gesicht getreten wird.

Eltern betrunken und aggressiv

Die beiden Mädchen im Alter von 13 und 15 Jahren wurden zuvor als vermisst gemeldet, wie die 'Saarbrücker Zeitung' berichtet. Die Polizei habe die beiden Teenager gefunden, die glaubhaft erklärten, zu Hause häufig geschlagen zu werden. Deshalb wollten sie nicht zurück, so die Zeitung weiter.

Tatsächlich stoßen die Polizisten auf betrunkene und sehr aggressive Eltern, als die Kinder am Freitag ans Jugendamt übergeben werden sollen. Der Vater des älteren Mädchens greift einen Beamten mit Faustschlägen an, wird von zwei Polizisten am Boden fixiert. Es bildet sich eine unüberschaubare Menschenmenge, die Beamte attackieren und versuchen, den Vater zu befreien. Sogar Kinder und Jugendliche bedrohen und bespucken die acht anwesenden Polizisten.