Tier wurde überfahren

Problemwolf ist tot

Problemwolf (Symbolfoto)
Problemwolf (Symbolfoto)
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13. Februar 2020 - 10:33 Uhr

Wolf riss mehrere Schafe in Norddeutschland

Er war zum Abschuss freigegeben - jetzt ist Problemwolf "GW 924m" tot. Allerdings starb das Tier nicht durch eine Kugel, sondern durch ein Auto.

Der Wolf sei bereits am 6. Januar bei Gifhorn in Niedersachsen überfahren worden, teilte das niedersächsische Umweltministerium am Mittwoch mit. Dies habe eine DNA-Analyse nun bestätigt. Der Wolf soll in mehr als einem Dutzend Fällen als wolfssicher geltende Zäune überwunden und Schafe gerissen haben. Er war dann nach Mecklenburg-Vorpommern abgewandert, wo er nicht geschossen werden durfte.

Die letzten nachgewiesenen Risse des Raubtiers waren im Oktober letzten Jahres in Mecklenburg-Vorpommern. Zuvor hatte er Schäfer in Schleswig Holstein in Aufregung versetzt.

Der Wolf war im Sommer 2018 aus Dänemark nach Schleswig-Holstein eingewandert und hatte in den Kreisen Steinburg, Pinneberg und Segeberg Dutzende Schafe gerissen. Da er selbst Elektrozäune überwand, galt sein Verhalten als "problematisch". Zehn Monate lang war es nicht gelungen, den zum Abschuss freigegebenen Wolf zu erlegen. Danach zog das Tier nach Mecklenburg-Vorpommern weiter und durchschwamm auf seinem Weg vermutlich sogar die Elbe.