Bei Beherbergungsverbot gibt es Geld zurück

Für Urlauber, die aus einem Gebiet mit mehr als Mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner kommen, soll in den Bundesländern künftig ein Beherbungsverbot gelten. Foto: Christian Charisius/dpa
Für Urlauber, die aus einem Gebiet mit mehr als Mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner kommen, soll in den Bundesländern künftig ein Beherbungsverbot gelten. Foto: Christian Charisius/dpa
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08. Oktober 2020 - 9:24 Uhr

Hannover (dpa/tmn) - Urlauber bekommen ihr Geld vom Hotel zurück, wenn sie aus einem Gebiet mit hohen Corona-Infektionszahlen kommen und wegen des bundesweiten Beherbergungsverbots jetzt Inlandsreisen absagen müssen.

Eine Beherbergung sei aufgrund der Neuregelung nun nicht mehr möglich, sagte der Reiserechtler Paul Degott aus Hannover dem dpa-Themendienst. Daher gebe es bereits angezahltes Geld in diesem Fall zurück, und es fielen auch keine Stornogebühren an.

Dies gelte nicht nur für gebuchte Hotelübernachtungen, sondern auch bei Urlauben in Ferienwohnungen und Ferienhäusern, sagte Degott. Es ist also egal, ob Urlauber im Haus einer großen Hotelkette oder bei einem kleinen, privaten Vermieter von Ferienwohnungen gebucht haben.

Anders sähe es aus, wenn eine Anreise und Unterbringung weiterhin möglich wären, weil es nur eine Quarantänevorschrift am Reiseziel gibt, aber kein Beherbergungsverbot. In einem solchen Fall müsste der Gast zahlen, sofern keine kostenlose Stornierung mehr möglich ist.

Die deutschen Bundesländer haben nun ein Beherbergungsverbot für Urlauber aus inländischen Gebieten mit hohen Corona-Infektionszahlen beschlossen.

Fünf Länder gaben zu dem Beschluss aber abweichende Erklärungen ab.
Thüringen machte deutlich, dass es ein Beherbergungsverbot nicht
mittragen wolle, Berlin will zumindest nicht sofort einsteigen.
Niedersachsen und Bremen wollen prüfen. Mecklenburg-Vorpommern will
bei noch strengeren Quarantäneregeln bleiben. "Elf Länder sind jetzt
schon dabei, einige Länder haben auch noch Abstimmungsbedarf
innerhalb der Landesregierung, so dass ich schon die Hoffnung habe,
dass weitere Länder dazukommen", sagte Günther. Mit der nun
getroffenen Regelung sei die Lage schon deutlich übersichtlicher.

Zu den Unterstützern des Beschlusses zählt Bayern, hier gilt bereits
ab diesem Donnerstag ein Beherbergungsverbot für Reisende aus vier
Berliner Bezirken, aus Bremen sowie aus den Städten Hamm und
Remscheid in Nordrhein-Westfalen. Wer aus einem der innerdeutschen
Corona-Hotspots einreist und einen negativen Corona-Test vorweisen
kann, sei aber weiter willkommen, hieß es aus München.

Schleswig-Holstein wird seine strengen Quarantäne-Auflagen für Einreisende aus inländischen Corona-Risikogebieten lockern. Das kündigte die Landesregierung nun nach der Schaltkonferenz an. Die Quarantänepflicht fällt weg. Ab Freitag reicht es, bei Ankunft in einem Hotel oder einer Ferienwohnung einen maximal 48 Stunden alten negativen Coronatest vorzulegen - beispielsweise um den Herbsturlaub an Nord- oder Ostsee zu verbringen. Ausgenommen davon sind Familienbesuche oder Pendelverkehre zu beruflichen Zwecken. Auch bei Reisen in innerdeutsche Corona-Risikogebiete ist nach der Rückkehr kein Corona-Test erforderlich.

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Quelle: DPA