Behördenwahnsinn in Deutschland: Nach welchen Kriterien wird bei uns eigentlich abgeschoben?

02. August 2018 - 12:47 Uhr

RTL-Reporterin forscht beim BAMF nach

Nach welchen Kriterien wird in Deutschland eigentlich abgeschoben? Wenn man von Fällen wie dem von Sami A., dem mutmaßlichen Ex-Leibwächter von Terrorchef Osama bin Laden, hört, kann man den Eindruck bekommen, dass Gefährder bleiben dürfen, während gut integrierte Asylbewerber abgeschoben werden. RTL-Reporterin Verena Jendges hat sich die Arbeit des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) in Nordrhein-Westfalen mal genauer angeschaut und haarsträubende Entdeckungen gemacht.

Gefährder dürfen bleiben, Familien müssen gehen?

Während ihrer Recherchen stieß sie auf mehrere Menschen mit islamistischem Hintergrund, die unbehelligt in Deutschland leben. Die Reporterin gab Namen und Hinweise an die Behörden weiter. Aus datenschutzrechtlichen Gründen wollten die sich aber nicht dazu äußern, ob die Betreffenden auch überprüft wurden.

Insider berichten, dass einige Asylbewerber jeden miesen Trick benutzen, um in Deutschland bleiben zu können. Manche konvertieren zum Christentum oder gestehen Morde, die sie gar nicht begangen haben, denn in solchen Fällen drohen ihnen in ihrem Heimatland Folter und Todesstrafe. Dann dürfen sie aus Deutschland nicht abgeschoben werden. Andere gut integrierte Familien, die sich an alle Regeln halten, haben keine Chance und müssen die Bundesrepublik wieder verlassen.

Nehmen die Behörden Hinweise auf Gefährder ernst?

Der Druck auf die Behörden ist riesig. "Ich frage mich langsam, ob meine Hinweise ernstgenommen werden, bei den Verantwortlichen überhaupt ankommen und die Behörden derzeit in der Lage sind, solchen Hinweisen nachzugehen", erklärte Verena Jendges. Was die Reporterin noch so alles herausgefunden hat, erfahren Sie im Video.