News
Aktuelle Nachrichten, Schlagzeilen und Videos

Beerdigung von Ex-Präsident George Bush: Wo war Hund Sully?

1990 trafen sich Merkel und Bush zum 1. Mal
1990 trafen sich Merkel und Bush zum 1. Mal Trauerfeier von George Bush 01:33

Donald Trump, Angela Merkel, Prinz Charles unter den Gästen

Die politische Welt hat Abschied genommen von George Bush. An der offiziellen Trauerfeier in der Nationalen Kathedrale in Washington nahmen Hunderte Freunde, Bekannte und vor allem Politiker teil. Darunter waren auch Staatsgrößen wie Donald Trump, Barack Obama und Angela Merkel. Nur Hund Sully, der Bush bis zuletzt begleitete, fehlte.

"Sag' die Wahrheit, sei stark, halte den Kurs"

George H.W. Bush wurde 94 Jahre alt. Am Mittwoch fand die Trauerfeier für den ehemaligen US-Präsidenten traditionsgemäß in der Nationalen Kathedrale in Washington statt. Gäste waren nicht nur Mitglieder der Bush-Familie, darunter auch sein Sohn George W. Bush, selbst ehemaliger US-Präsident. Auch die Ex-US-Präsidenten Barack Obama und Bill Clinton waren anwesend sowie der amtierende Präsident Donald Trump und Staatsoberhäupter wie Angela Merkel. In welcher Beziehung Bush zu Merkel stand, sehen Sie im Video.

George Bush hatte seine Beerdigung selbst geplant, die Gästeliste geschrieben und darüber entschieden, wer sprechen darf. Diese Ehre hatten neben George W. Bush unter anderem der Ex-Premierminister Kanadas, Brian Mulroney, und Jon Meacham, Publizist und Biograph des Weißen Hauses.

Meacham war der zweite Redner und sprach über das Lebensmotto des Verstorbenen: "Sag' die Wahrheit, beschuldige niemanden, sei stark, vergib, halte den Kurs", sei das Credo von George Bush gewesen, seine Mission: "die Welt freier und nobler machen". Er habe den "Herzschlag eines Löwen" gehabt, so Meacham weiter: "Ein Herzschlag, der auch jetzt noch zu hören ist."

"Er hat mir gezeigt, was es bedeutet, Präsident zu sein"

Former President George W. Bush touches the casket of his father, former President George H.W. Bush, at the State Funeral at the National Cathedral, Wednesday, Dec. 5, 2018, in Washington. Alex Brandon/Pool via REUTERS
Ein historischer sowie sehr persönlicher Moment für George W. Bush. © REUTERS, POOL, ZUZ

Die letzte offizielle Rede hielt George W. Bush persönlich. "Er hat mir gezeigt, was es bedeutet, Präsident zu sein", sagte der 72-Jährige über seinen Vater. In den Geschichtsbüchern von morgen werde es heißen: "George H.W. Bush war ein großartiger Präsident." Als er die Kanzel herabstieg und zurück zu seinem Platz ging, berührte er den Sarg einmal kurz. Wieder sitzend, weinte er sichtlich - und lachte gleichzeitig.

George H.W. Bush ist am 30. November in Texas gestorben. Dort wird er auch beerdigt - neben seiner Frau Barbara, die im April verstarb. Gemäß der Tradition wurde Bush jedoch zunächst nach Washington, genauer gesagt ins Capitol, gebracht. Dort konnte man ihm zwei Tage lang Respekt zollen.

Wo war Hund Sully?

Sully the service dog of former U.S. President George H.W. Bush lays in front of Bush's casket as it lies in state inside the U.S. Capitol Rotunda on Capitol Hill in Washington, U.S., December 4, 2018. REUTERS/Jonathan Ernst     TPX IMAGES OF THE DAY
Im Kapitol lag Hund Sully noch ganz nah bei Bushs Sarg. © REUTERS, JONATHAN ERNST, JE/PKP

Das haben nicht nur US-amerikanische Politiker und Freunde des verstorbenen Ex-Präsidenten getan. Bushs langjähriger Begleiter - sein Hund Sully - ließ den Sarg seines Herrchens tagelang nicht aus den Augen. Doch bei der Trauerfeier fehlte der Hund.

Mehr News-Themen