Beamtenbund warnt vor Anordnungen von Gehaltsverzicht

30. April 2020 - 15:51 Uhr

Der Hamburger Beamtenbund dbb hat die Politik davor gewarnt, coronabedingt für die Beamten und Angestellten einen Gehaltsverzicht anzuordnen. "Gerade im Bereich des öffentlichen Dienstes wird gerade zum Teil Übermenschliches geleistet", sagte dbb-Vorstandsmitglied Michael Adomat am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg. Andernfalls sei auch der Gang vors Gericht möglich. "Sollte ein Gehaltsverzicht angeordnet oder die wöchentliche Arbeitszeit verlängert werden, dann würden wir auch unseren Mitgliedern Rückendeckung geben und eine Klage anstreben." Der Senat könne sich dann auf eine Klagewelle einstellen, hieß es weiter.

Gerade die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes würden derzeit den Laden am Laufen halten. "In Rekordgeschwindigkeit setzen die Bediensteten die politischen "Coronaregeln" und Verordnungen um, Feuerwehr und die Polizei fahren Schichtdienste ohne Ende und werden zum Teil von unvernünftigen Bürgerinnen und Bürgern auf das Heftigste bei der Durchsetzung der politischen Regeln beschimpft ... - und sollen nun dafür auf Teile des ihnen zustehenden Gehaltes verzichten?", hieß es weiter laut Mitteilung.

Im Kernbereich des öffentlichen Dienstes in Hamburg arbeiten Adomat zufolge rund 60.000 Angestellte und Beamte. Im Herbst stehen planmäßig Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst an.

Quelle: DPA