„Wie egoistisch kann man sein?“

Nächster Party-Eklat um Zverev

29. Juni 2020 - 10:18 Uhr

Beach-Club statt Quarantäne

Es sind Bilder, da kann man nicht viel mehr machen, als sich fassungslos an den Kopf zu fassen. Sie zeigen Alexander "Sascha" Zverev tanzend auf einer Party in einem Strandclub in Monaco. Sonne, Meer, Musik, leichtbekleidete Tänzerinnen – hier genießt einer sein Leben. Dabei hatte Deutschlands bester Tennisspieler gerade erst angekündigt, sich nach der skandalumwitterten Adria-Tour in 14-tägige Quarantäne begeben zu wollen.

Video geistert durch die sozialen Medien

Alexander Zverev ist abgetaucht. Oder besser gesagt: Er war abgetaucht. Nach der eiligen Abreise von der Adria-Tour begab sich Deutschlands bester Tennisspieler trotz eines negativen Corona-Tests in häusliche Isolation, auch sein sonst so strapazierter Instagram-Kanal ruhte.

"Ich möchte mich zutiefst bei jedem entschuldigen, den ich eventuell mit meiner Teilnahme an der Adria Tour in Gefahr gebracht habe. Ich werde mich an die Selbstisolationsrichtlinien halten, die von unseren Ärzten empfohlen werden. Als weitere Vorsichtsmaßnahme werden mein Team und ich regelmäßig getestet", teilte Zverev mit.

Doch offenbar wurde dem 23-Jährigen schnell langweilig in der Quarantäne. Stattdessen zog es ihn zurück ins Jetset-Leben, hinein in den vollbesetzten "Anjuna Plage Private Club". Ein Video davon postete der Modedesigner Philipp Plein bei Instagram. Inzwischen wurde es gelöscht.

Nick Kyrgios fassungslos

Tennis-Kollege Nick Kyrgios reagierte fassungslos. "Sascha Zverev wieder, man, einfach schon wieder", sagte der Australier in einem bei Twitter veröffentlichten Video: "Wie egoistisch kann man sein?"

Dabei ist die Aufregung um die von Novak Djokovic initiierte Adria-Tour längst noch nicht verklungen. Der Weltranglistenerste aus Serbien, Grigor Dimitrov, Borna Coric und Viktor Troicki wurden nach dem bunten Treiben während der Showserie positiv auf Covid-19 getestet.

Umarmungen, Partys mit nacktem Oberkörper, Veranstaltungen mit Kindern - all das, und Zverev mittendrin, war ein großes Desaster angesichts vierer coronainfizierter Profis nach den Events in Belgrad und Zadar/Kroatien.

Djokovic hat sich für das Fiasko inzwischen entschuldigt. Dagegen suchte Srdjan Djokovic, Vater von Novak, die Schuld nicht bei seinem Sohn, sondern bei einem anderen Teilnehmer am Turnier. Im Fernsehen polterte er munter drauf los.