24. Bundesliga-Spieltag

Bayern sitzen Dortmund im Nacken - Schalke versinkt im Chaos

02. März 2019 - 22:18 Uhr

Frankfurt feiert irren Last-Minute-Sieg

Der FC Bayern hat die Krise bei Borussia Dortmund genutzt und hat am 24. Bundesliga-Spieltag mit dem 5:1 in Gladbach zu den Schwarz-Gelben aufgeschlossen. Apropos Krise: Diese spitzt sich auf Schalke dramatisch zu: Die 'Königsblauen' gingen gegen Aufsteiger Fortuna Düsseldorf mit 0:4 unter und zeigten Auflösungserscheinungen. "Oh wie ist das schön!", verhöhnten die Schalker Fans ihr Team mit Schmähgesängen. Nur weil andere noch weniger Punkte haben, bleibt Schalke als 14. auf einem Nicht-Abstiegsplatz.

Im Rennen um die Europapokal-Plätze feierte Frankfurt einen irren Last-Minute-Sieg gegen 1899 Hoffenheim. Bayer Leverkusen bleibt der Eintracht durch ein 2:0 über Freiburg als Tabellen-Sechster auf den Fersen. Die Rote Laterne behält der 1. FC Nürnberg: Der 'Club' unterlag RB Leipzig 0:1 und muss wohl oder übel schon mal für die 2. Liga planen.

M'gladbach - FC Bayern 1:5 (1:2)

Mönchengladbach, Borussiapark, 02.03.19: Robert Lewandowski (FC Bayern München) jubelt über sein Tor zum 3:1 im Spiel der 1. Bundesliga zwischen Borussia Mönchengladbach vs. FC Bayern München in der Saison 2018/2019. DFL regulations prohibit any use
Robert Lewandowski war gegen Gladbach zweimal erfolgreich
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Tore: 0:1 Martinez ( 2.), 0:2 Müller (12.), 1:2 Stindl (37.), 1:3 Lewandowski (47.), 1:4 Gnabry (75.), 1:5 Lewandowski (90.+1/FE)

Ehe die Gladbacher sich versahen, lagen sie zurück: Nach 30 Sekunden lenkte Keeper Sommer einen Lewandowski-Schuss gerade noch um den Pfosten, beim anschließenden Eckball räumte Martinez seinen Gegenspieler weg und köpfte ein. Nach dem 0:2 schien es dahinzugehen mit den Hausherren, nur Sommer hielt sie im Spiel. Kam nach Stindls Anschluss so etwas wie Hoffnung auf, so erstickte sie Lewandowski 66 Sekunden nach Wiederanpfiff. Nach Gnabrys Treffer betrieben die Münchner nur noch aktive Erholung, Gladbach konnte sich bei seinem Torhüter bedanken, dass es nicht zweistellig wurde.

Schalke - Düsseldorf 0:4 (0:1)

Tore: 0:1 Lukebakio (35./Handelfmeter), 0:2 Kownacki (62.), 0:3 Raman (68.), 0:4 Kownacki (84.)

Dicke Luft auf Schalke: Gegen Aufsteiger Fortuna Düsseldorf hagelte  es die nächste Niederlage. Bis zur 34. Minute passierte wenig, dann wehrte Nastasic Ramans Flanke mit der Hand ab. Den fälligen Elfmeter verwandelte Lukebakio sicher. Nach Kownackis erstem Bundesliga-Treffer ging bei 'Königsblau' gar nichts mehr. Leblos ergaben sich die Gastgeber in die Niederlage und mussten in den letzten Minuten auch noch die Spottgesänge ihrer eigenen Anhänger anhören.

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Frankfurt - Leverkusen 3:2 (1:1)

1-0 fuer eintracht frankfurt durch äAnte Rebic (4, Eintracht Frankfurt), torjubel, Fussball, 1. Bundesliga: Eintracht Frankfurt - TSG 1899 Hoffenheim , 24. Spieltag am 02.03.2019 in der Commerzbank Arena Frankfurt, xmdx, ** Gemäß den Vorgaben der DFL
Jubel in Frankfurt: Ein Spiel dauert heutzutage eben manchmal 96 Minuten.
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Tore: 1:0 Kostic (20.), 1:1 Joelinton (43.), 1:2 Belfodil (60.), 2:2 Haller (89.), 3:2 Pacienca (90.+6)

Gelb-Rot: Adams (66./wdh. Foul)

Irre Schlussphase in Frankfurt: Obwohl Hoffenheim über weite Strecken des Spiels das Heft in der Hand hatte, jubelten nach 96 Minuten die Adler. Nach Rebics Führungstor drehten Joelinton und Belfodil zwischenzeitlich die Partie. Dann kam der Wendepunkt: Adams sah nach wiederholtem Foul die Ampelkarte. In Unterzahl stellte sich die TSG hinten rein, Frankfurt war offensiv zu stark. Haller glich aus und nach Pacencias Siegtor explodierte das Stadion.

Leverkusen - Freiburg 2:0 (1:0)

Tore: 1:0 Aranguiz (4.), 2:0 Bailey (73.)

Die Bosz-Elf schnürte Freiburg vom Anpfiff weg ein und erfreute sich der Gnade eines frühen Tores. Nach einer Ecke zog Aranguiz ab, Haberer fälschte unhaltbar für Schwolow ab. Leverkusen führte souverän Regie - 75 Prozent Ballbesitz in Hälfte 1. Allein: Große Chancen erspielte sich Bayer nicht, von den Gästen kam offensiv derweil gar nichts. Nach Wiederanpfiff das gleiche Bild. Bailey machte alles klar, sollte aber Brandt einen ausgeben - denn dessen Chip wäre auch ohne ihn reingegangen.

Nürnberg - Leipzig 0:1 (0:1)

Tore: 0:1 Klostermann (40.)

Besonderes Vorkommnis: Behrens (FCN/10.) verschießt Foulelfmeter

Leipzig verpasste durch Klostermann (2.) die frühe Führung, was sich wenig später fast rächte: Behrens donnerte einen Elfer aber mit Karacho an die Latte. Die 'Glubberer' witterten kurz Morgenluft, ehe RB das Kommando übernahm. Mathenia (26.) rettete erst gegen Kampl, dann lenkte er einen Halstenberg-Freistoß (37.) ans Gebälk. Gegen Klostermanns Spannstoß nach einer Ecke war aber auch der FCN-Keeper machtlos. Nach der Pause mühte sich Nürnberg redlich - drin war für die Hausherren aber nix. 

Hertha BSC - Mainz 2:1 (0:0)

Tore: 0:1 Stark (46./Eigentor), 1:1 Grujic (50.), 2:1 Stark (60.)

Vor dem Wechsel war das Spiel das Eintrittsgeld nicht wert. Hertha völlig uninspiriert, Mainz lauerte auf Konter und hatte Pech, dass Onisiwo nur die Latte traf. Im 2. Durchgang wurde die Partie deutlich lebhafter. Berlins Verteidiger Stark versenkte einen Flugkopfball im eigenen Tor  und weckte damit seine Kollegen, die das Spiel in der Folge beherrschten und verdient in Führung gingen. Mainz gab nicht auf und hatte Pech, dass Ujahs Kopfball ans Aluminium klatschte.