Bayern-Präsident Hainer äußert sich

Nächster Schlichtungsversuch im Flick-Salihamidzic-Streit

11. April 2021 - 14:21 Uhr

Hainer: Das Opfer sind wir

Nächste Runde im Bayern-Machtkampf zwischen Trainer Hansi Flick und Sportvorstand Hasan Salihamidzic. Nachdem Flick am Samstag auf Aussagen rund um seine Zukunft und den Zwist mit seinem Vorgesetzten wie angekündigt verzichtete ("nächste Frage"), sprach am Sonntag der Präsident des Clubs. Und er versuchte - wie schon der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge – Ruhe in die Causa zu bekommen, die im Umfeld der Säbener Straße immer mehr Spuren zu hinterlassen scheint (siehe Video oben)..

Frage ist nicht ob, sondern wer

"Wir sind ganz klar der Überzeugung, dass wir mit beiden arbeiten wollen. Sie haben beide den Erfolg der letzten eineinhalb Jahre zusammen gehabt und wir waren super-erfolgreich. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir das auch in der Zukunft haben", sagte Herbert Hainer bei Sky.

Während die Bosse des Clubs beschwören, dass es eine gemeinsame Flick-Salihamidzic-Zukunft gäbe, wird extern nicht mehr darüber diskutiert, ob einer geht, sondern wer geht. Und es ist egal, wer in den nächsten Tagen erklärt, beide können gemeinsam die Zukunft bestreiten und so die Diskussion beenden zu wollen, wird das Thema weiter um die Bayern brodeln.

Fans wollen Flick, der DFB aber auch

Und bei der Entscheidung "Brazzo" oder "Hansi" gibt es zwei Ansichten: Nach Meinung der Fans bleibt Flick, der mit den Bayern im vergangenen Jahr sechs Titel holte, Salihamidzic, der sowieso oft kritisch beäugt wurde, soll gehen. Aber: Flick hat auch die Aussicht, die Nachfolge von Jogi Löw als Bundestrainer zu übernehmen. Sein Abgang zum DFB würde den Streit für die Bayern ohne eine Entlassung lösen – aber den Verein seinen Erfolgstrainer kosten.

Nicht zuletzt auch deshalb sieht Hainer die Verwicklung von Club und Trainer Flick in die Nachfolgediskussion um den Bundestrainer kritisch. "Wir sind eher Opfer. Es wird über unseren Trainer diskutiert, weil im DFB eine Stelle frei wird. Und wir sollen uns permanent dazu äußern."

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