Gegen Comeback-Paderborner

Bayern tun Bayern-Dinge: Lewandowski trifft spät noch zum Sieg

Bayern München - SC Paderborn 07
© dpa, Angelika Warmuth, awa

21. Februar 2020 - 23:11 Uhr

Bayern München - SC Paderborn: 3:2 (1:1)

Bitter für den Tabellenletzten aus Ostwestfalen: Der SC Paderborn war kurz davor, dem großen FC Bayern München einen Punkt abzutrotzen. Kurz vor Schluss aber machte Robert Lewandowski allen Träumen der Comeback-Paderborner ein Ende - und bewahrte den Tabellenersten von der Isar vor einer dicken Blamage.

Bock von Manuel Neuer vor 1:1

Tore: 1:0 Gnabry (26.), 1:1 Srbeny (44.), Lewandowski (70.), 2:2 Michel (75.), 3:2 Lewandowski (88.) 

Es kam, wie es kommen musste: Bayern spielte, Paderborn verteidigte. Die Gäste waren mit dem klaren Matchplan angereist, aus einer geordneten Defensive Nadelstiche nach vorn zu setzen. Und das gelang. Die Münchner gingen durch Nationalspieler Serge Gnabry in Führung, der sich im Strafraum robust gegen die Abwehr durchsetzte und dann mit dem linken Fuß ins lange Eck einschob. Paderborn kam noch vor der Pause zum Ausgleich. Nationalkeeper Manuel Neuer machte dabei gar keine gute Figur. Der 33-Jährige kam aus dem Tor, konnte Dennis Srbeny, der steil geschickt worden war, aber nicht stoppen. Der Paderborner schoss an David Alaba vorbei ins Tor.

Übrigens: Bayern spielte mit Dreierkette, die Joshua Kimmich, Alaba und Lucas Hernández bildeten. Damit reagierte Trainer Hansi Flick auf die Gelb-Sperren von Jérôme Boateng und Benjamin Pavard.

Hier geht es zur Tabelle und allen Paarungen des Spieltags.

21.02.2020, xemx, Fussball 1.Bundesliga, FC Bayern Muenchen - SC Paderborn emspor, v.l. Manuel Neuer FC Bayern Muenchen und Dennis Srbeny SC Paderborn Zweikampf, Duell, Kampf, tackle und Tor zum1:1 DFL/DFB REGULATIONS PROHIBIT ANY USE OF PHOTOGRAPHS
Manuel Neuer kommt aus dem Tor, kriegt den Ball aber nicht.
© imago images/Jan Huebner, Jan Huebner/Eduard Martin via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Und zum Schluss kommt Lewandowski

In Hälfte zwei blieben die Teams ihren Ideen treu. Bayern drückte und traf nach Ballgewinn in der Paderborner Hälfte durch Lewandwoski. Vorlagengeber: Gnabry. Und wieder kam Paderborn zurück. Christopher Antwi-Adjei schickte Dennis Jastrzembski, der an Neuer scheiterte, aber Sven Michel war für den Nachschuss zur Stelle. Nach 87 Minuten sah es so aus, als würde der mutig aufspielende Tabellenletzte einen Punkt aus München mitnehmen. Bis die Bayern eben Bayern-Dinge taten: Der polnische Goalgetter Lewandowski entschied das Spiel spät mit seinem zweiten Treffer.

Damit ist die Generalprobe fürs Champions-League-Achtelfinale der Münchner gegen den FC Chelsea aus London (Dienstag im Live-Ticker bei RTL.de) geglückt.

Paderborn-Trainer Baumgart: Leider hat's nicht gereicht

"Wir wissen, dass wir immer am Limit sein müssen. Wir hätten gerne mehr mitgenommen, aber meine Jungs haben alles rausgehauen", sagte SCP-Trainer Steffen Baumgart. "Der Druck wurde immer größer, es hat leider nicht gereicht."

Neuer wollte Gegner "nicht umhauen"

"Ich hatte Respekt davor, ihn umzuhauen, weil das eine Rote Karte nach sich zieht. Ich hatte das Gefühl, dass er vor mir an den Ball kommt", sagte Neuer über die Szene vor dem 1:1: "Darum sieht es so aus. Das gehört zu meinem Spiel dazu und passiert halt." Trainer Hansi Flick zollte dem Gegner derweil Respekt: "Paderborn hat uns absolut gefordert bis zum Letzten."

Schweigeminute vor Freitags-Spiel

Vor dem Anpfiff gab es in der Allianz-Arena eine Schweigeminute für die Opfer des Anschlags in HanauDer Fußball will ein deutliches Zeichen im Kampf gegen Fremdenhass setzen. Dabei gehen zwei Nationalspieler voran.

21.02.2020, Bayern, München: Fußball: Bundesliga, Bayern München - SC Paderborn 07, 23. Spieltag in der Allianz Arena. Die Mannschaften von FC Bayern München und SC Paderborn 07 stehen während einer Schweigeminute für die Terroropfer aus Hanau zusamm
Die Mannschaften stehen sich bei der Schweigeminute gegenüber.
© dpa, Peter Kneffel, kne nwi