Bayern mag die Gegner “nicht verarschen“

Mag die Gegner nicht verarschen: Arjen Robben
Mag die Gegner nicht verarschen: Arjen Robben
© dpa, Andreas Gebert

15. Mai 2014 - 13:47 Uhr

Der FC Bayern ist derzeit einfach nicht zu stoppen. Egal, ob Bundesliga oder Pokal, der Triplesieger zerlegt seine Gegner nach allen Regeln der Kunst und strotzt nur so vor Selbstvertrauen. Laut Arjen Robben lauert aber genau da die Gefahr. Doch warum eigentlich?

Der Holländer warnt seine Teamkollegen vor dem Champions-League-Kracher mit dem FC Arsenal vor Überheblichkeit. "Ein Hackentrick ist gut, wenn er funktionell ist. Aber nicht, um den Gegner zu verarschen. Wir müssen aufpassen, dürfen das nicht übertreiben. Wir müssen konzentriert arbeiten. Und wir müssen die Gegner respektieren", sagte der 29-Jährige in der 'Bild'-Zeitung.

Die Gegner sollten sich trotz der warnenden Worte von Robben aber nicht allzu viel Hoffnung machen. Denn objektiv betrachtet deutet im Moment nicht viel daraufhin, dass der FC Bayern locker lässt. Im Gegenteil. Coach Pep Guardiola hat mit den Denkzetteln für Mario Mandzukic und Toni Kroos gezeigt, wer die Hosen an hat. Der Spanier duldet keine Alleingänge oder Eitelkeiten. Wer aus der Reihe tanzt, findet sich auf der Bank wieder. Der Kader lässt dies zu.

Und das ist der zweite große Trumpf der Münchner. Im Gegensatz zu vielen nationalen und auch internationalen Konkurrenten verfügt Guardiola über einen Kader, der problemlos auf drei Hochzeiten tanzen kann.

Mit Bastian Schweinsteiger und Javi Martinez sind zudem zwei der absoluten Leistungsträger aus der Triplesaison wieder fit. Sogar Dauerpatient Holger Badstuber drehte in dieser Woche erstmals lockere Runden auf dem Trainingsplatz und darf sich berechtigte Hoffnungen auf ein Comeback in der laufenden Saison machen.

Dass ausgerechnet Robben nun den Mahner gibt, zeigt wie hungrig diese Mannschaft auch nach dem Triple noch ist. "Wir sehen jedes Spiel als schwer an, versuchen immer, Top-Leistung zu bringen. Deshalb habe ich überhaupt keine Sorge, dass wir gegen Arsenal nicht im Rhythmus sein könnten", sagte Sportvorstand Matthias Sammer.

Worte, die für die Konkurrenz wie eine Drohung klingen müssen.