Bayern: Infizierte Arzt seine Patienten mit Hepatitis C?

In einer Klinik in Bayern soll ein Arzt seine Patienten mit Hepatitis C infiziert haben.
In einer Klinik in Bayern soll ein Arzt seine Patienten mit Hepatitis C infiziert haben.
© dpa, Stefan Puchner, puc fpt

16. Oktober 2018 - 12:54 Uhr

Arzt war selbst mit Hepatitis C infiziert

In einer Klinik in Bayern sind vermutlich mehrere Patienten bei Operationen mit Hepatitis C infiziert worden. "Nach bisherigem Kenntnisstand muss davon ausgegangen werden, dass die Übertragung des Virus durch einen Arzt des Krankenhauses erfolgte, der mit dem Virus infiziert war", teilte das Landratsamt Donau-Ries mit.

Fünf Verdachtsfälle

Bislang gibt es fünf Verdachtsfälle, es könnten aber mehr werden. Nach Einschätzung der Kreisbehörde könnte der selbst infizierte Mediziner zwischen November 2016 und April 2018 die Patienten mit Hepatitis C angesteckt haben. "In diesem Zeitraum wurden insgesamt 693 Patientinnen und Patienten vom beschuldigten Mediziner narkotisiert."

Infektionen sind meist chronisch

Diese Betroffenen sollen sich nun bei ihrem Hausarzt auf die Krankheit untersuchen lassen. Hepatitis C ist eine Lebererkrankung, die zu schweren Folgeerkrankungen führen kann. Nach Angaben des Gesundheitsamtes in Donauwörth sind die Heilungschancen aber inzwischen gut. Für Infizierte gilt kein generelles Arbeitsverbot, auch nicht für Berufe im medizinischen Bereich.

Quelle: DPA/RTL.de