Newsticker
Alle aktuellen Nachrichten im Überblick

Bayern: Horst Seehofer und Markus Söder wollen Gespräch mit Freien Wählern suchen

dpatopbilder - 14.10.2018, Bayern, München: Horst Seehofer (l), Bundesinnenminister und CSU-Parteivorsitzender, und Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, unternhalten sich im Landtag miteinander. Die Wähler in Bayern haben ein neues Lande
Die einzige wirklich "große Koalition" wäre in Bayern Schwarz-Grün. Seehofer und Söder bevorzugen aber ein "bürgerliches Bündnis". © dpa, Michael Kappeler, hpl

Schwarzer Tag für die CSU

Die CSU hat ihre absolute Mehrheit verloren. Ministerpräsident Markus Söder und CSU-Chef Horst Seehofer wollen jetzt auf die Freien Wähler zugehen. 

Freie Wähler stellen bereits erste Forderungen

CSU-Chef Seehofer spricht sich für eine Koalition mit den Freien Wählern aus. Die Partei werde mit allen demokratischen Parteien reden. Dazu gehöre aber nicht die AfD. Wie immer gelte: erst sondieren, dann verhandeln, sagte er. Zuvor hatte bereits Ministerpräsident Söder erklärt, seine klare Priorität sei ein "bürgerliches Bündnis".

Der Vorsitzende der Freien Wähler, Hubert Aiwanger, stellt erste inhaltliche Forderungen an den möglichen neuen Koalitionspartner. "Hebammen statt Weltraum", verlangt er auf Twitter – offenkundig in Anspielung auf das Weltraumprogramm Bavaria One, das Söder vor der Wahl angekündigt hatte. 

Derzeit hätten CSU und Freie Wähler sieben mehr als die erforderlichen 101 Sitze - eine ausreichend stabile Mehrheit. Sollte sich daran etwas ändern, könnten Söder und Aiwanger noch die FDP ins Boot holen.

Söder distanziert sich von den Grünen

14.10.2018, Bayern, München: Der Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Robert Habeck, wird im Landtag von Parteianhängern begrüßt. Foto: Sven Hoppe/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Die Grünen sind die großen Gewinner der Landtagswahl in Bayern. © dpa, Sven Hoppe, sja

Rein rechnerisch würde es auch für ein schwarz-grünes Bündnis reichen. Das haben beide Parteien im Wahlkampf nicht ausgeschlossen. Söder machte aber keinen Hehl daraus, dass er nicht an eine Koalition mit den Grünen glaubt.

Dagegen zeigt sich der Bundesinnenminister offener für eine Koalition mit den Grünen. Die CSU habe in Sachen Umweltpolitik "klare Defizite im Profil". Man könne aber auch die eigene Politik für Umwelt und Natur ändern, so Seehofer. 

Die Grünen in Bayern sind zweitstärkste Kraft – und haben SPD und CSU mehrere Hunderttausend Stimmen abgenommen – und auch zahlreiche bisherige Nichtwähler mobilisiert.

Mehr News-Themen