Stallpflicht nach Ausbruch von Vogelgrippe in Bayern

Geflügelpest im Landkreis Landsberg am Lech

An einem Ortseingangsschild hängt ein Schild "Geflügelpest Sperrbezirk". Foto: Arno Burgi/Archiv
An einem Ortseingangsschild hängt ein Schild "Geflügelpest Sperrbezirk". Foto: Arno Burgi/Archiv
© deutsche presse agentur

05. Januar 2021 - 12:39 Uhr

800 Geflügelhaltungen betrofffen

Die Geflügelpest ist im Landkreis Landsberg am Lech ausgebrochen. Das Virus wurde bei einem tot gefundenen Schwan in Apfeldorf nachgewiesen, teilte das Landratsamt mit. Für die rund 800 Geflügelhaltungen im Landkreis gelte ab sofort Stallpflicht. "Kontakte von Hausgeflügel mit Wildvögeln, insbesondere wildlebenden Wasservögeln, müssen unbedingt verhindert werden", sagte der Leiter des Veterinäramtes, Michael Veith.

"Davon auszugehen, dass das Virus sich bereits in der Umgebung ausgebreitet hat"

Im Landkreis überwinterten viele Wasservögel, vor allem am Lech und am Ammersee seien große Brut- und Rastgebiete. "Es ist deshalb davon auszugehen, dass das Virus sich bereits in der Umgebung ausgebreitet hat."

Geflügelhalter sollten darauf achten, dass Futter, Wasser und Geräte nicht mit Wildvögeln in Berührung kommen. Am Eingang zur Geflügelhaltung müssen Schuhe desinfiziert und eine Schutzkleidung angezogen werden. Vor und nach dem Betreten des Stalls sollen sich Halter außerdem die Hände waschen.

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Erreger gilt für Menschen als ungefährlich

In Bayern wurde der Erreger H5N8 dieses Jahr erstmals bei mehreren Stockenten im Landkreis Passau nachgewiesen. Die Infektionskrankheit, die auch Vogelgrippe genannt wird, kommt vor allem bei Wasservögeln vor.

Bei Hühnern und Puten werden die höchsten Erkrankungs- und Sterberaten beobachtet - teilweise bis zu 100 Prozent. Für Menschen gilt der Erreger als ungefährlich. Die Geflügelpest ist eine anzeigepflichtige Tierseuche und wird daher staatlich bekämpft.

Quelle: DPA / rtl.de