Münchner Festgeldkonto schwächelt

Bayern-Boss Herbert Hainer gibt zu: Können uns Havertz nicht leisten

Inter Mailand - Bayer Leverkusen
© dpa, Marius Becker, hak

13. August 2020 - 22:29 Uhr

Münchner müssen den Gürtel enger schnallen

Als Uli Hoeneß noch Patron beim FC Bayern war, hat sich der Club immer wieder mit seinem unermesslichen Festgeld-Konto und seiner Portokasse gebrüstet. Die Zeiten haben sich drastisch geändert. Hoeneß ist nicht mehr Präsident der Münchner, für Festgeld gibt es nur noch Zinsen in homöopathischen Dosen und die Corona-Pandemie hat die Uhren im Profi-Fußball ein großes Stück zurückgesetzt. Deshalb kann sich der deutsche Meister Kai Havertz in diesem Sommer nicht leisten.

Sané war Wunschspieler Nummer Eins

Hoeneß-Nachfolger Herbert Hainer schlägt beim FC Bayern ungewohnte und bescheidenere Töne an. Dem Krösus der Bundesliga fehlt für einen Transfer von Kai Havertz (Bayer Leverkusen) schlichtweg das nötige 'Kleingeld'. Grund ist die Verpflichtung von "Wunschspieler" Leroy Sané. Havertz sei ein hervorragender Fußballer, so Hainer. Aber nach dem Sané-Deal mit Manchester City "ist auch für den FCB in Corona-Zeiten kein zweiter Transfer in dieser Größenordnung darstellbar", sagte Hainer der "tz" und dem "Münchner Merkur".

Sané hat die Bayern bis zu 60 Millionen Euro gekostet (49 fest, bis zu 11 Millionen Boni). Havertz soll offenbar zum FC Chelsea wechseln.

FC Bayern München heiß auf Giganten-Duell mit FC Barcelona

A bisserl was geht alleweil ...

Fussball 1. Bundesliga : Saison 2010/2011 19.04.2011 FC Bayern München präsentiert mit ADIDAS das neue HEIMTRIKOT der Saison 2011/2012 und verlängert den Vertrag bis 2020 Vorstandsvorsitzender adidas AG Herbert Hainer PUBLICATIONxNOTxINxAUTxSUI
Bayern-Präsident Herbert Hainer
© imago images / Ulmer/Cremer, via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Generell wollte Bayerns Präsident weitere Transfers aber nicht ausschließen. Die Kaderplanung sei erst beendet, wenn das Transferfenster am 15. Oktober schließt, bis dahin seien Ab- und Zugänge denkbar. Hainer: "Wir wissen ja noch nicht, was mit Thiago und David Alaba passiert. Sollten wir Abgänge haben, müssen wir das im Kader kompensieren. Wir lassen uns alle Optionen offen."

Für das Viertelfinale in der Champions League am Freitag in Lissabon gegen den FC Barcelona (Freitag um 21 Uhr/ Live im Ticker bei RTL.de) erwartet Hainer eine enge Kiste. "Es wird von der Tagesform abhängen, es wird auf Kleinigkeiten ankommen", meinte der frühere adidas-Chef: "Unsere Mannschaft ist in einer sehr guten Verfassung und wir haben Ausnahmekönner wie Manuel Neuer oder Robert Lewandowski, um nur zwei zu nennen. Ich traue unserem Team alles zu."