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Bayern: 21-Jähriger wird aus Auto geschleudert und stirbt - Gaffer fotografiert und beschimpft Polizisten

21-Jähriger wird aus Auto geschleudert und stirbt
21-Jähriger wird aus Auto geschleudert und stirbt Gaffer macht Fotos und beschimpft Polizei 02:18

Ursache des Unfalls in Stadtsteinach noch unklar

Schrecklicher Unfall im bayerischen Stadtsteinach: Ein 21-Jähriger verliert in einer Kurve die Kontrolle über seinen Wagen. Das Fahrzeug kommt von der Straße ab und überschlägt sich mehrfach. Der Fahrer wird aus dem Auto geschleudert, Polizei und Feuerwehr können nur noch seinen Tod feststellen. Doch damit ist ihr Einsatz noch nicht vorbei: Ein dreister Gaffer fotografiert den Unfallort und beschimpft die Beamten.

Fahrer war vermutlich nicht angeschnallt

Laut Polizei sind genaue Ursache und Zeitpunkt des Unfalls in der 3.500-Einwohner-Gemeinde in der Nähe von Kulmbach noch unklar. Bislang haben sich keine Zeugen gemeldet. Autofahrer hatten den Wagen am Straßenrand bemerkt und die Rettungskräfte alarmiert. Als diese im Fahrzeug niemanden fanden, durchsuchten sie ein angrenzendes Waldstück und fanden dort den toten 21-Jährigen. Er war vermutlich nicht angeschnallt und aus dem Auto herausgeschleudert worden, das eine Böschung hinabgestürzt war und sich mehrfach überschlagen hatte.

So erklärt der Gaffer sein Verhalten

Der ohnehin schon traurige Einsatz wurde für die Rettungskräfte zusätzlich durch einen dreisten Gaffer erschwert. Aufnahmen zeigen, wie der Radfahrer seelenruhig sein Handy zückt, als er an der Unfallstelle vorbeikommt. "Das ist natürlich ein absolutes NoGo bei Einsatzstellen Bilder zu machen", so Manuel Steinl von der Feuerwehr Stadtsteinach. Er war am Einsatz beteiligt. Über das Verhalten des Mannes kann er nur den Kopf schütteln: "Dass hier so ein tragisches Unglück passiert, ist schlimm genug, das muss nicht noch durch Gaffer im Internet veröffentlicht werden. Das verabscheuen wir zutiefst."

Der Radfahrer dagegen hat eine ganz andere Erklärung für sein Verhalten: "Ich hatte die Kopfhörer drin und Musik gehört. Ich wollte nur den Sender wechseln", sagt er. Die Einsatzkräfte versicherten RTL dagegen, dass er sein Handy entgegen seiner Aussage zum Fotografieren nutzte. Als die Polizisten dem Mann dies untersagten und seine Personalien aufnahmen, zeigte er sich völlig uneinsichtig und beschimpfte die Beamten. Die Polizei prüft, wie sie gegen den Radfahrer vorgehen kann.

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