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Bayerische Klinik kehrt in Corona-Krisenmodus zurück: 2. Welle heftiger als gedacht

„Die zweite Welle rollt heftiger auf uns zu als gedacht“

Erste bayerische Klinik kehrt zurück in den Krisenmodus

In einer bayrischen Klinik herrscht Krisenmodus.
In einer bayrischen Klinik herrscht Krisenmodus.
(Symbolbild), iStockphoto

Man stoße bereits an die Grenzen

Weil immer mehr Covid 19-Patienten ins Krankenhaus kommen, schaltet das Klinikum Landshut als erste bayerische Klinik zurück in den Krisenmodus. „Seit Montag verzeichnen wir einen ständigen Zustrom an Corona-Patienten“, erklärt Geschäftsführer Dr. Philipp Ostwald in einer Pressemeldung der Klinik. „Wir rechnen damit, dass die Patientenzahlen in den nächsten Tagen deutlich steigen. Die zweite Welle rollt und sie rollt heftiger auf uns zu als gedacht.“ Man stoße bereits an die Grenzen, deshalb müssten weitere Corona-Stationen eröffnet und Intensiv-Kapazitäten geschaffen werden, teilt das Klinikum mit. Ab Freitag werden deshalb alle nicht dringliche Behandlungen abgesagt, um wie im Frühjahr vorrangig Notfälle und Covid-19-Patienten zu behandeln.

Währenddessen kommt eine groß angelegte Antikörperstudie des Tropeninstituts am Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München zu dem Ergebnis, dass bereits viermal mehr Münchner als erwartet bereits Corona hatten. Anhand der erhobenen Daten schätzen die Forscher die Infektionssterblichkeit für München auf 0,76 Prozent. Das heißt, im Schnitt sterben 76 von 10.000 Menschen, die sich mit dem Virus infiziert haben. Der Wert liegt um ein Vielfaches höher als bei der saisonalen Grippe. Die geschätzte Infektionssterblichkeit für die Grippe schwankt zwischen 0,02 und 0,08 Prozent.