Bayer trennt sich von Hyypiä

War seit 2012 Coach bei Bayer Leverkusen: Sami Hyypiä
© dpa, Andreas Gebert

27. November 2015 - 15:06 Uhr

Bayer Leverkusen hat nach der bitteren 1:2-Niederlage beim Hamburger SV die Reißleine gezogen und sich mit sofortiger Wirkung von Coach Sami Hyypiä getrennt. "Die dramatische Entwicklung der jüngsten Wochen ließ uns letztlich keine andere Wahl, als nun die Trennung herbeizuführen. Wir wollen und müssen alles versuchen, die Saison noch zu retten", sagte Sportdirektor Rudi Völler.

Bayer-Geschäftsführer Michael Schade räumte eine, dass sich der Verein nur schweren Herzens von Hyypiä getrennt habe: "Ich danke Sami ausdrücklich für seine engagierte Arbeit der vergangenen Jahre. Er hat sowohl als Spieler als auch als Trainer Herausragendes für uns geleistet und damit großen Anteil an den Erfolgen der vergangenen Jahre. Aber jetzt sind wir an einem Punkt angelangt, an dem wir leider keine andere Möglichkeit mehr sehen, um das Ruder herumzureißen."

Bis zum Saisonende soll der ehemalige Co-Trainer Sascha Lewandowski die Mannschaft betreuen - er hatte die 'Werkself' in der vergangenen Saison zusammen mit Hyypiä in die Champions League geführt. "Sascha hat bewiesen, dass er ein Toptrainer ist und uns schon einmal - nach dem Scheitern von Robin Dutt gemeinsam mit Sami Hyypiä - in einer kritischen Situation geholfen. Wir glauben fest daran, dass es ihm abermals gelingen wird", sagte Völler.

Als Favorit auf die Nachfolge von Hyypiä gilt neben Thomas Schaaf auch Noch-Frankfurt-Coach Armin Veh. Weder Schade noch Völler wollten die gehandelten Namen kommentieren.

Die Bayer-Elf kam unter Hyypiä in diesem Jahr nicht in Form. In der Bundesliga schaffte die Mannschaft nur drei Siege in zwölf Spielen, vor der Niederlage in Hamburg hatte sich das Team zu Hause mit einem 1:1 gegen Schlusslicht Eintracht Braunschweig blamiert. Zudem war die 'Werkself' im DFB-Pokal und in der Champions League ausgeschieden. Die Hinrunde hatte Leverkusen noch als Tabellenzweiter abgeschlossen.