Wer ihn findet, sollte ihn besser nicht anfassen!

Baumstachler Ben aus Osnabrücker Zoo ausgebüxt

Der Baumstachler "Ben". Foto: Zoo Osnabrück
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12. August 2020 - 6:38 Uhr

Er ließ sich noch Äpfel und Karotten schmecken, dann war er weg

Der Osnabrücker Zoo sucht den im März geborenen Baumstachler Ben. Das Jungtier habe sich noch am Montagmorgen bei der ersten Fütterung Karotten und Apfel schmecken lassen, sei aber dann nicht zur zweiten Fütterung um 14.00 Uhr erschienen, teilte der Zoo  mit.

Finder sollten Zoo oder Feuerwehr rufen

Tierpfleger konnten Ben demnach auch nicht in der Anlage entdecken, die er sich mit seinen Eltern Mechthild und Manfred teile. Spaziergängern, die das Tier womöglich sehen, riet der zoologische Leiter Tobias Klumpe eindringlich: Nicht anfassen, sondern im Zoo oder bei der Feuerwehr anrufen.

Denn Baumstachler haben zu ihrem Schutz Stacheln, an deren Enden Widerhaken sitzen, die schmerzhafte Verletzungen hervorrufen können.

Baumstachler verlassen ihre Bäume nur, um auf andere zu wechseln

Baumstachler Ben
Baumstachler Ben sitzt in der Nordamerika-Tierwelt "Manitoba" im Zoo Osnabrück auf einem Ast. Foto: Sophie Bernhold/Zoo Osnabrück/dpa/Archivbild
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Ob sich das etwa 40 Zentimeter lange Nagetier auf dem Zoogelände oder außerhalb aufhält, sei bislang aber noch nicht geklärt. "Befinden sich Tiere plötzlich außerhalb ihrer Anlage, der gewohnten Umgebung, sind sie meist irritiert und suchen einen Weg zurück. Leider wissen wir nicht, ob und welchen Weg er genommen hat: Wir haben die Anlage untersucht, können aber keine Ausbruchsstelle finden", wunderte sich Klumpe.

Ben erfreute seit dem Frühjahr die Besucher des Zoos in Osnabrück. Baumstachler leben fast ausschließlich auf Bäumen und kommen meistens nur runter, um ihren Ort zu wechseln. Ursprünglich leben sie in den USA, Nordmexiko, Alaska und Kanada. Sie werden bis 70 Zentimeter groß.