RTL/n-tv Frühstart

Bauernverband: "Wir haben Rezepte für Umweltschutz"

2. Dezember 2019 - 12:20 Uhr

Generalsekretär Bernhard Krüsken kritisiert Bundesregierung

Vor dem Agrargipfel im Bundeskanzleramt forderte Bernhard Krüsken, Generalsekretär des Deutschen Bauernverbands, die Bundesregierung auf, Landwirte stärker in Umweltschutz einzubinden. "Wir wollen den Dialog. Wir wollen konstruktive Lösungen, wir bieten konstruktive Lösungen an", sagte Krüsken im RTL/n-tv Frühstart. "Wir haben Rezepte und es gibt relativ viele Dinge, gerade im Bereich Umweltschutz, die man nur mit den Landwirten effektiv bewegen kann und nicht gegen die Landwirte."

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"Artenschutz ist ureigenes Interesse der Landwirtschaft"

ARCHIV - Eine mit Blütenpollen bedeckte Biene sitzt am 19.04.2015 bei Wiesenthau (Bayern) auf einem Löwenzahn. Foto: Nicolas Armer/dpa (zu dpa "Bundesamt für Naturschutz stellt zum ersten Mal einen umfassenden Artenschutz-Report vor" vom 20.05.2015)
Biene im Löwenzahn
© dpa, Nicolas Armer

Die Landwirte hätten viele Ideen, was man machen könne in Sachen Umweltschutz, in Sachen Artenschutz, in Sachen Klimaschutz, erklärte Krüsken. "Da können wir wirklich einen signifikanten Beitrag leisten, und wir wünschen uns eigentlich, dass die Umweltpolitik der Bundesregierung das unterstützt und nicht konterkariert. Das ist nämlich der Fall."

Artenschutz sei laut Krüsken ein Thema, das im ureigenen Interesse der Landwirtschaft liege. "Wir brauchen auch um Landwirtschaft herum intakte Biotope, das gilt auch zum Beispiel für Insektenschutz. Aber wenn man es handwerklich so unzureichend macht, wie die Bundesregierung das vorhat, dann kann es nicht gelingen", kritisierte. Es gehe speziell beim Insektenschutz um die Erhaltung von Biotopen in der Agrarlandschaft. "Und das können Sie nicht mit dem Ordnungsrecht und mit der Anordnung von Behördenseite, sondern das können sie nur, indem sie das in der Agrarlandschaft mit Landwirten organisieren."

Krüsken kritisierte, nationale Spielregeln passten nicht zusammen mit einem gemeinsamen europäischen Markt. "Wir sehen, dass die Betriebe sehr viele nationale Regelungen aufgepackt bekommen, die vielleicht der eine oder andere europäische Kollege nicht hat. Das ist natürlich in einer wettbewerbsstarken Branche, in der wir nun mal sind, ein gravierender Nachteil." Vom Agrargipfel erwarten die Landwirte laut Krüsken, "dass heute ein Signal kommt, dass man diesen Dialog weiterführt". Mit 40 Organisationen, die sehr unterschiedlich groß seien, sei das relativ schwierig. "Deshalb sagen wir, das kann ein Auftakt sein."

Landwirte erwarten Signal vom Agrargipfel

Krüsken kritisierte, nationale Spielregeln passten nicht zusammen mit einem gemeinsamen europäischen Markt. "Wir sehen, dass die Betriebe sehr viele nationale Regelungen aufgepackt bekommen, die vielleicht der eine oder andere europäische Kollege nicht hat. Das ist natürlich in einer wettbewerbsstarken Branche, in der wir nun mal sind, ein gravierender Nachteil."

Vom Agrargipfel erwarten die Landwirte laut Krüsken, "dass heute ein Signal kommt, dass man diesen Dialog weiterführt". Mit 40 Organisationen, die sehr unterschiedlich groß seien, sei das relativ schwierig. "Deshalb sagen wir, das kann ein Auftakt sein."