Bauernverband fordert Unterstützung gegen Schweinepest

Henrik Wendorff, Präsident des Landesbauernverbandes Brandenburg e.V. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild
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16. September 2020 - 12:21 Uhr

Der Brandenburger Bauernverband hat von den anderen Bundesländern und den EU-Staaten Unterstützung im Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest gefordert. "Wir haben hier die Pufferzone. Um ein Ausbreiten der Seuche zu verhindern, brauchen wir die Solidarität der anderen Länder", sagte Henrik Wendorff, Präsident des Brandenburger Bauernverbandes, am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Am Dienstagabend hatten sich betroffene Landwirte, Vertreter der zuständigen Veterinärämter mit Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) in Potsdam getroffen.

"Wichtig ist es, jetzt schnell Maßnahmen zu ergreifen und die Arbeit der Krisenstäbe in den Landkreisen zu koordinieren", sagte Wendorff. Es dürfe nicht dazu kommen, dass Hausschweinbestände infiziert werden. "Das ist jetzt die größte Herausforderung." Die Landkreise, die am Ende die wichtigsten Entscheidungen treffen, müssten bei ihrer Arbeit unterstützt werden.

Für Jäger, Landwirte, Forstwirte, Veterinäre sowie Vertreter der Verwaltungen sei die Kooperation entscheidend. "Kreative Lösungen sollten nicht außer Acht gelassen werden", sagte er. Das Verbot von landwirtschaftlichen Arbeiten in der Kernzone beunruhige die Landwirte. "Rinderhalter mit Weidehaltung können ihre Tiere nicht plötzlich einstallen, und ein Schäfer ist auch im Freien unterwegs", sagte Wendorff, der selbst Landwirt ist. Die Stimmung sei angespannt, die wirtschaftlichen Probleme der bedrohten Betriebe seien noch nicht absehbar.

Bauern böten ihre Hilfe bei der Suche nach Wildschweinkadavern an: "Sie kennen jeden Schlag, jedes Schilfloch und jede Kuhle, in die sich Wildschweine verziehen."

Quelle: DPA