RTL/ntv "Frühstart"

Peter Altmaier verspricht Batterie-Jobwunder: "einige Zehntausend Arbeitsplätze"

30. Juni 2020 - 10:44 Uhr

300 Millionen Euro für Varta - im Gegenzug Jobs

Auf diesen Termin hat sich Peter Altmaier schon lange gefreut. Er reist am Dienstagvormittag extra nach Ellwangen auf der Schwäbischen Alb, um den ersten Förderbescheid aus dem europäischen Megaprojekt zum Aufbau einer Batteriezellindustrie an ein deutsches Unternehmen zu übergeben. Die Firma Varta bekommt 300 Millionen Euro von Bund und Ländern. Im exklusiven Interview im RTL/ntv "Frühstart" verspricht Altmaier jetzt viele neue Jobs dank der neuen Branche.

"Es ist absehbar, dass wir in Deutschland einige Zehntausend Arbeitsplätze schaffen werden in diesem Bereich", so der Minister. Auch Varta werde viele Jobs schaffen. Altmaier bezeichnete die Firma als "herausragendes Beispiel" aus der Branche. "Deshalb bekommen sie jetzt diesen Scheck."

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Batterien - sie sind das Herzstück eines jeden Elektroautos. In den kommenden Jahren wird mit einem regelrechten Boom gerechnet. Und davon will Deutschland natürlich profitieren. Details dazu im Video.

Boom der Batteriebranche

Altmaier betonte bei RTL die Ambitionen der Batterie-Initiative. Europa müsse bei der Quantität nicht mit Asien konkurrieren, solle aber die besten, leistungsfähigsten und umweltfreundlichsten Batterien entwickeln. "Da können wir führend werden und das wollen wir auch." Es gebe eine "ganz neue Aufbruchsdynamik" bei den Themen Elektromobilität und Batteriezellproduktion. Die Einfuhren von Lithium nach Deutschland stiegen "gewaltig" an.

Durch das Konjunkturprogramm habe man zusätzliches Geld für die Batterietechnik herausgeholt. "Das macht es uns möglich, jetzt den Schwung so zu verstärken, dass daraus eine selbstständige und auch selbstbewusste neue Branche werden kann", so Altmaier. Bund und Länder werden rund drei Milliarden Euro an Anschubhilfe in diese neue Branche stecken.

Erste Fabrik in Deutschland für 2024 geplant

An dem europäischen Projekt sind rund 60 Firmen aus 14 Ländern beteiligt. Aus Deutschland sind das neben Varta große Namen wie BASF, BMW und Opel. Aus Frankreich steigt unter anderem die Opel-Mutter PSA ein. 2022 soll in Frankreich, 2024 in Deutschland die erste Fabrik für Batteriezellen fertig sein.

In Europa produzierte Automobilbatterien haben bis 2035 ein geschätztes Markpotenzial von 250 Milliarden Euro. Die EU sieht in der Batterietechnik eine Branche von strategischem Interesse. Deshalb wird sie gefördert, wo man kann.

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