BBL will keinen 'Sancho' sehen

Basketball-Bundesliga verbietet Spielern Protestaktionen

BAMBERG 30.12.2019 --- Basketball ---- easycredit 1. Basketball Bundesliga ---- 14. Spieltag: Brose Bamberg vs FC Bayern
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03. Juni 2020 - 16:02 Uhr

Klare Ansage für die Basketball-Profis

Die Basketball-Bundesliga will Protestaktionen wie die von Jadon Sancho & Co. in der Fußball-Bundesliga vermeiden und hat ihren Profis eine Nachahmung während des Spielbetriebs verboten. Das kam nicht überall gut an.

BBL-Meisterturnier soll keine Protestbühne werden

Mit einem Meisterturnier mit zehn Teams will die BBL ihre Saison von Samstag an in München sportlich beenden. Auf dem Parkett sollen Protest-Aktionen und Gesten gegen den gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd infolge eines brutalen Polizeieinsatzes in den USA aber unterbleiben. "Grundsätzlich ist es so, dass politische Äußerungen im Ligabetrieb verbal oder non-verbal nicht gestattet sind", sagte BBL-Geschäftsführer Stefan Holz der DPA.

"Für uns gilt wie im Fußball: Wir treiben Sport und es gibt keine politischen Äußerungen in jedwede Richtung, da öffnen wir nicht die Tür", so der 54-Jährige. Gleichwohl habe er aber Verständnis, "wenn das Thema gerade die Spieler aus den USA beschäftigt."

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Pesic: Niemand kann den Spielern das Wort verbieten

Bayern Münchens Geschäftsführer Marko Pesic ermunterte trotzdem seine Profis zum Einstehen gegen Rassismus ermuntert. "In einer Zeit, in der es um Solidarität und Zusammenhalt geht, kann niemand den Spielern das Wort verbieten. Sich gegen Rassismus zu stellen, ist keine politische Äußerung, sondern eine Lebenseinstellung. Und wir sind uns ganz sicher, dass unsere Spieler genau wissen, welche Werte der Basketball an sich und welche Haltung speziell dieser Verein und seine handelnden Personen bei diesem leider sehr großen Thema besitzen", sagte Pesic.

RTL.de/DPA