Banken "unter Stress": Auch Spanien fast nur noch Ramsch

Das Sorgenkind im Moment: Der spanische Bankensektor
© dpa, Kai Forsterling

14. Juni 2012 - 9:50 Uhr

80 bis 100 Milliarden Euro für die Banken

"In Madrid muss gehandelt werden", sagte der Sprecher von EU-Währungskommissar Olli Rehn in Brüssel. Denn die Summe, die es braucht, Spaniens marode Banken zu sanieren steigt immer weiter.

Die Ratingagentur Fitch stufte Spanien um gleich drei Stufen herab. Fitch teilte mit, man habe die Bonität Spaniens von 'A' auf 'BBB' gesenkt. Damit wird das Land nur noch zwei Stufen über Ramsch-Niveau bewertet. Den Ausblick setzte Fitch auf 'negativ'.

Nach der Herabstufung dürfte es für die viertgrößte Volkswirtschaft der Eurozone immer teurer und schwieriger werden, sich Geld von Investoren zu besorgen. Im April hatte bereits die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) die Kreditwürdigkeit Spaniens herabgestuft.

Der spanische Finanzminister Cristóbal Montoro hatte Anfang der Woche erstmals offen eingeräumt, dass die Tür zum Kapitalmarkt beim aktuellen Renditeniveau praktisch geschlossen sei. Das heizte Spekulationen weiter an, Spanien müsse nach Irland, Portugal und Griechenland ebenfalls unter den europäischen Rettungsschirm flüchten.